30 Jahre Das Futterhaus |

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"Wir können uns gut verdoppeln"

30 Jahre Futterhaus, Klaus Meyer-Kortenbach, Andreas Schulz, Herwig Eggerstedt

Klaus Meyer-Kortenbach, Andreas Schulz und Herwig Eggerstedt (von links): „Wir verstehen uns als Geschäftsführungsteam und ebnen den Weg in die Zukunft gemeinsam.“

Die Geschäftsführer Herwig Eggerstedt, Andreas Schulz und Klaus Meyer-Kortenbach über 30 Jahre Das Futterhaus, die verschiedenen Konzepte und weiteren Pläne der Fachhandelsgruppe.

30 Jahre Das Futterhaus: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wie soll das Jubiläum Ihrer Handelsgruppe gefeiert werden?

Eggerstedt: Unser Jubiläum steht unter dem Motto "Ihr seid die Besten". Dies impliziert für uns ein Dankeschön an alle, die Das Futterhaus in den letzten 30 Jahren zu dem gemacht haben, was wir heute sind: Vorneweg natürlich unsere Kunden, aber genauso auch unsere Franchisepartner, Mitarbeiter und Geschäftspartner. Unsere Kunden dürfen sich im Rahmen des Jubiläums neben nationalen Aktionen vor allem auch auf regionale Highlights freuen.

 

Herr Eggerstedt, wenn Sie zurückblicken: Was waren für Sie die Highlights in der mittlerweile schon langen Firmengeschichte?

Eggerstedt: Rückblickend ist vor allem beeindruckend, welch einen Stein ich vor 30 Jahren mit meiner Idee ins Rollen gebracht habe. Letztendlich hat unsere Fachmarkt-Idee ja den gesamten Zoohandel nachhaltig umgekrempelt.

 

Gab es in den 30 zurückliegenden Jahren etwas, was Sie aus heutiger Erfahrung anders machen würden?

Ja klar, jede Menge. In drei Jahrzehnten macht man ohne Frage, im Nachhinein betrachtet, zum Teil eigenartige Dinge.

 

Wie positioniert sich Das Futterhaus in der deutschen Heimtierbranche, auch in Abgrenzung zum Wettbewerb?

Schulz: Wir zeichnen uns vor allem durch unsere Regionalität und damit verbundene individuelle Sortimente aus. Darüber hinaus haben wir mit den Jahren unsere ganz eigene typische Kundenansprache entwickelt, in der sich unsere Authentizität und unsere enge Beziehung zum Kunden widerspiegeln. Diese werden für unsere Kunden in unseren Märkten unter anderem auch durch unsere hohe Beratungskompetenz und unseren guten Service erlebbar.

 

Herr Schulz und Herr Meyer-Kortenbach, Sie gehören seit dem 1. Februar der Geschäftsführung von Das Futterhaus an. Wo wollen Sie in Zukunft im Unternehmen die Akzente setzen?

Schulz: Wir verstehen uns als Geschäftsführungsteam und ebnen den Weg in die Zukunft gemeinsam. Dabei geht es uns weniger darum, Akzente zu setzen, als vielmehr darum, unser Unternehmen entsprechend unseres Leitbildes stetig weiterzuentwickeln und uns so auch in Zukunft sowohl als verlässlicher Partner innerhalb unseres Unternehmens, als auch gegenüber unseren Geschäftspartnern und natürlich unseren Kunden zu positionieren.

 

Das Futterhaus hat sich, anders als die meisten anderen Fachhandelsunternehmen der Heimtierbranche, bisher noch nicht dazu entschließen können, einen eigenen Online-Shop zu eröffnen. Was sind die Gründe dafür?

Eggerstedt: Wir halten den wirtschaftlichen Erfolg eines klassischen Online-Shops nach wie vor für fragwürdig.

 

Soll diese Strategie auch künftig beibehalten werden?

Eggerstedt: Wir leben in Elmshorn keinesfalls hinter dem Mond und beschäftigen uns intensiv mit Strategien, online präsent zu sein.

 

Für Ihr Nachhaltigkeitskonzept haben Sie viel Zuspruch bekommen. In wie vielen Märkten wurde das Konzept bisher umgesetzt, und wie sehen die weiteren Pläne aus?

Meyer-Kortenbach: Unser Nachhaltigkeitskonzept ist ein modulares System. Die große Variante wurde mittlerweile an über 20 Standorten umgesetzt. Kleinere Module sind in vielen weiteren Märkten zu finden. Im Zuge von Neueröffnungen und Umbauten werden wir das Nachhaltigkeitskonzept in weitere Märkte implementieren.



Welche Kriterien sollte Ihrer Meinung nach ein Standort haben, um für Ihr Nachhaltigkeitskonzept in Frage zu kommen?

Meyer-Kortenbach: Bei dieser Entscheidung spielen vor allem das Marktumfeld und die vorhandene Käufergruppe eine wichtige Rolle. 

 

Im Unterschied zu Ihrem Mitbewerber Fressnapf beschränkt sich Das Futterhaus auf den deutschsprachigen Raum. Soll es dabei auch künftig bleiben?

Eggerstedt: Aktuell konzentrieren wir uns auf Deutschland und Österreich. Eine Expansion in weitere Länder schließen wir jedoch keinesfalls aus. Hier liegt ohne Frage noch viel Potenzial für Das Futterhaus.

 

Worin liegt Ihrer Meinung nach die Zukunft des stationären Handels?

Schulz: In guter Beratung, einer individuellen Kundenbeziehung, einem angenehmen Einkaufserlebnis, stetiger Warenpräsenz und markengerechten Sortimenten. 

 

Die Innenstädte in Deutschland werden immer stärker zur zoofachhandelsfreien Zone. Und das obwohl Innenstädte als Wohngebiete immer gefragter werden. Wie reagiert Ihr Unternehmen auf diesen Trend?

Eggerstedt: Innenstadtkonzepte sind für uns kein Neuland. Wir sind an ausgewählten Standorten bereits sehr erfolgreich in Innenstadtlagen vertreten - wie beispielsweise in Hamburg oder Berlin. Die Anzahl dieser Märkte wird in Zukunft noch steigen.

 

Ihr Mitbewerber Fressnapf visiert einen Eigenmarkenanteil von weit über 50 Prozent an. Verfolgen Sie mittel- bis langfristig die gleiche Zielsetzung?

Meyer-Kortenbach: Ein breites und tiefes Sortiment aus Fachhandels- und Eigenmarken ist ein elementarer Bestandteil für den Erfolg. In den vergangenen Monaten haben wir nicht nur sehr erfolgreich unsere Premiumlinien "activa Gold" und "activa Classic" gelauncht, es sind auch neue Marken dazu gekommen. Unsere jüngste Marke ist "activa Friends" Unser Fokus wird aber weiterhin genauso auf attraktiven Markenartikeln liegen.

 

Welches Expansionstempo wollen Sie in Zukunft bei Das Futterhaus einschlagen?

Schulz: Wir werden auch in den kommenden Jahren weiter wachsen wie gewohnt. Deutschland und Österreich bieten noch viel Potenzial, so dass wir uns in den kommenden Jahren gut verdoppeln können.

 

Herr Eggerstedt, Sie wollen sich mittelfristig aus dem operativen Geschäft zurückziehen? Fällt es Ihnen schwer loszulassen? Das Futterhaus ist ja sozusagen Ihre Kreation.

Eggerstedt: Klar, ein kleiner Wehmutstropfen ist natürlich dabei. Aber ich steige ja nicht unvorbereitet aus: In den vergangenen Jahren habe ich mich ja bereits schon immer mehr aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Zudem weiß ich meine Firma in guten Händen und habe viele Pläne - ich werde mich also sicher nicht langweilen. 

 

 

|11.07.2017

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