E-Commerce 2023

Tierbedarf bleibt vom Abwärtstrend nicht verschont

(Quelle: Preis_King_Pixabay)
26.01.2024

Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Darauf wies der E-Commerce-Verband BEVH in seiner virtuellen Jahrespressekonferenz hin.

Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr erstmals zweistellig um 11,8 Prozent auf 79,7 Mrd. Euro, nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Der Anteil des E-Commerce mit Waren am gesamten Einzelhandel im engeren Sinn (inkl. Lebensmittel, aber ohne Apotheken-Umsätze) ging vergangenes Jahr voraussichtlich auf 10,2 Prozent zurück (2022: 11,8 Prozent).

Auch die Warengruppe Tierbedarf blieb von diesem Negativtrend nicht verschont. So sind die Umsätze mit Tiernahrung und -zubehör 2023 im Onlinehandel gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro gesunken. Trotzdem war Tierbedarf von den untersuchten Kategorien die mit dem geringsten Umsatzminus in 2023. Zum Vergleich: Der Umsatz mit Lebensmitteln ging im Vorjahr im Vergleich zu 2022 um 6,9 Prozent zurück, der Bereich DIY und Garten büßte 7,1 Prozent an Umsatz ein, die Umsätze mit Bücher, E-Books und Hörbücher gingen sogar um 17,6 Prozent zurück.

„Wir erwarten, dass die Talsohle im deutschen E-Commerce im Laufe des Jahres erreicht wird. Das vierte Quartal 2023 war mit einem Rückgang von 7,1 Prozent das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Frühsommer 2022 und weist für die Zukunft auf eine Stabilisierung der Umsätze hin“, kommentiert Gero Furchheim, Präsident des BEVH und Sprecher des Vorstands der Cairo AG. Der Onlinehandel sei weiterhin in allen Altersgruppen verankert, erfreue sich ungebrochen hervorragender Kundenbeurteilungen und bleibe seiner Rolle als Innovator treu, zeigt sich der BEVH-Präsident optimistisch.

Grundlage der vom BEVH vorgestellten Zahlen ist die wöchentliche, von der Beyondata GmbH durchgeführte Verbraucherbefragung „Interaktiver Handel in Deutschland“. Dabei werden von Januar bis Dezember insgesamt 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel und zu ihrem Konsum von digitalen Dienstleistungen (z.B. Reisen oder Ticketing) befragt.

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