Nachdem ein Konzern das Social Start-up Hunderunde wegen angeblicher Gesundheitsversprechen abgemahnt hatte (pet berichtete), machte Gründer Fabio Lehnert den Fall öffentlich, um andere zu warnen. Die Rechtskanzlei, die Hunderunde anschließend beriet, hatte bereits vier ähnliche Fälle vorliegen – eine Abmahnwelle? Jedenfalls fürchtete Lehn, Produktnamen wie von den Toppings Magen & Darm oder Gelenk & Knochen ändern zu müssen. Wenn schon solche rein bezeichnenden Namen wettbewerbsrechtlich bedenklich sein können, wären dann nicht sehr viele Produkte in betroffen? pet hat nachgefragt.
Gerade wo sich der Markt immer stärker in Richtung Veterinärfutter und Supplements entwickelt, gewinnt das Thema an Relevanz. Was ein Gericht letztlich entscheidet, ist nicht mit Sicherheit vorhersagbar.
Tierärztin Dr. Melanie Thes kennt das Problem. Es gebe einfach keine verbindliche Aussage, welche Aussagen erlaubt sind und welche nicht. Im Artikel „Wenn die Abmahnung kommt“ auf S. 16 beschreibt die erfahrene Expertin, die Unternehmen unter anderem bei Deklaration und rechtssicherer Kommunikation begleitet, wie sich betroffene Firmen zur Wehr setzen können. Ein Futtermittel dient laut Definition dazu, Tiere zu ernähren und normale physiologische Funktionen gesunder Tiere aufrechtzuerhalten. „Innerhalb dieses Rahmens sind Aussagen möglich. Zum Beispiel über ernährungsphysiologische Funktionen, die Unterstützung normaler Körperfunktionen und funktionelle Eigenschaften eines Futtermittels“, schreibt sie auf LinkedIn.
„Für ZooRoyal hat die rechtssichere Kennzeichnung unserer Produkte höchste Priorität“, berichtet Anne Meyer, Senior Manager Presse & PR, auf die pet-Anfrage. „Wir halten uns strikt an die Vorgaben der Verordnung, nach der Futtermittel keine krankheitsbezogenen Versprechen enthalten dürfen: Demnach sind Angaben, die den Anschein erwecken, dass das Futter eine Krankheit verhindert, behandelt oder heilt, nicht erlaubt.“
Produkt- und Verpackungskennzeichnungen prüfe ZooRoyal grundsätzlich gemeinsam mit den Lieferanten und bestehe auf wissenschaftlichen Nachweisen für die Auslobungen. „Zusätzlich lassen wir unsere Produkte sowie deren rechtskonforme Deklaration regelmäßig von einem unabhängigen externen Labor überprüfen.“ Neben den gesetzlichen Vorgaben orientiere sich die Handelskette an den Empfehlungen der Fediaf. „So stellen wir sicher, dass unsere Kommunikation transparent, verantwortungsvoll und rechtskonform bleibt.“












