IVH und ZZF

Umsätze im deutschen Heimtiermarkt bleiben auf hohem Niveau

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen erneut die Katzen: Insgesamt 15,7 Millionen Stubentiger lebten 2025 in 24 Prozent der Haushalte – die Umsätze mit Katzenfutter verzeichneten entsprechend ein erneutes Umsatzplus.(Quelle: Pixabay, Gundula Vogel)
Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen erneut die Katzen: Insgesamt 15,7 Millionen Stubentiger lebten 2025 in 24 Prozent der Haushalte – die Umsätze mit Katzenfutter verzeichneten entsprechend ein erneutes Umsatzplus.
27.04.2026

Der Gesamtumsatz der deutschen Heimtierbranche belief sich im vergangenen Jahr auf knapp 7 Milliarden Euro – das haben der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF) heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Der stationäre Fach- und Lebensmitteleinzelhandel erzielte einen Umsatz von gut 5,3 Milliarden Euro, hinzu kamen gut 1,5 Milliarden Euro über den Online-Handel sowie 134 Millionen Euro für Wildvogelfutter.

Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung blieb im Vergleich zu 2024 mit rund 4,3 Milliarden Euro fast unverändert (plus 0,3 Prozent). Das Segment Bedarfsartikel und Zubehör hingegen entwickelte sich rückläufig, mit einem Umsatz von nicht ganz 1,1 Milliarden Euro und einem Minus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Größere Investitionen, beispielsweise in Hundezubehör, Kleintiergehege oder Vogelvolieren, wurden aufgrund der anhaltend angespannten wirtschaftlichen Lage zurückgestellt.

Umsatztreiber im Futtermarkt

Katzenfutter blieb mit einem Gesamtumsatz von gut 2,3 Milliarden Euro im stationären Handel und einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr das größte Futtersegment: Snacks einschließlich Katzenmilch kamen auf 380 Millionen Euro (plus 3,0 Prozent), Feuchtfutter auf gerundet 1,6 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent) und Trockenfutter auf 379 Millionen Euro (plus 0,5 Prozent).

Der Umsatz mit Hundesnacks ist 2025 um 2,1 Prozent auf 768 Millionen Euro gestiegen. Die Segmente Feuchtfutter (582 Millionen Euro, minus 1,9 Prozent) und Trockenfutter (403 Millionen Euro, minus 2,7 Prozent) zeigten eine gegenläufige Entwicklung. Insgesamt erzielte der Markt für Hundefutter in den klassischen Vertriebswegen einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und blieb damit nahezu auf Vorjahresniveau (minus 0,3 Prozent).

Nachdem das Segment Zierfischfutter in den vergangenen Jahren durchweg Umsatzzuwächse im stationären Handel verzeichnen konnte, setzte sich dieser Aufwärtstrend 2025 nicht fort (60 Millionen Euro, minus 3,2 Prozent). Auch die Segmente Ziervogelfutter (68 Millionen Euro, minus 3,7 Prozent) und Kleintierfutter (76 Millionen Euro, minus 7,3 Prozent) mussten Einbußen hinnehmen.

Ein ähnlicher Trend zeigte sich bei Wildvogelfutter: Die Umsätze in diesem Segment beliefen sich 2025 auf 134 Millionen Euro, ein Minus von 7,6 Prozent.

Verluste bei Bedarfsartikeln und Zubehör

Der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör verzeichnete 2025 mit einem Gesamtumsatz von knapp 1,1 Milliarden Euro im stationären Handel ein Minus von 4,6 Prozent. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in den einzelnen Segmenten wider. 

Gewinner und Verlierer bei den Absatzwegen

Wichtigster Absatzweg für Heimtier-Fertignahrung blieb 2025 mit einem Umsatz von mehr als 2,8 Milliarden Euro und einem Umsatzanteil von 66 Prozent der Lebensmitteleinzelhandel (einschließlich Drogeriemärkten und Discountern). Bei Bedarfsartikeln und Zubehör behauptete sich der Fachhandel mit einem Umsatz von 808 Millionen Euro und einem Umsatzanteil von 76 Prozent als Hauptabsatzweg.

61 Prozent der Halterinnen und Halter geben sowohl im Ladengeschäft als auch online Geld für ihre Heimtiere aus. So betrug das geschätzte Umsatzvolumen in Online-Shops und -Marktplätzen im Jahr 2025 über 1,5 Milliarden Euro und lag damit etwas höher als 2024 (plus 0,6 Prozent).

Gefragtes Familienmitglied

Im Jahr 2025 lebten 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in Haushalten in Deutschland. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Insgesamt lebte in 43 Prozent aller Haushalte in Deutschland mindestens ein Heimtier. Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die das Marktforschungsinstitut Skopos für IVH und ZZF durchgeführt hat (Telefon- und Online-Erhebung, Basis 5.000 Befragte).

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen erneut die Katzen: Insgesamt 15,7 Millionen Stubentiger lebten 2025 in 24 Prozent der Haushalte. Hunde sind mit 10 Millionen Tieren ebenfalls sehr beliebt. Darüber hinaus lebten im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster oder Mäuse in 5 Prozent der Haushalte sowie 3,3 Millionen Ziervögel in 3 Prozent der Haushalte. In 4 Prozent der Haushalte pflegten Aquarianer ihre Fische in insgesamt 2,1 Millionen Aquarien.

Ein ausführlicher Bericht zu der Erhebung von IVH und ZZF folgt in pet 6-7/2026.

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