Als der 33-jährige Sven Kahlen im Februar offiziell den Futterhaus-Standort in Oldenburg-Kreyenbrück übernahm, war das für ihn mehr als nur der nächste Karriereschritt. Für den mehrjährigen Marktleiter markierte der Wechsel in die Rolle des Franchise-Partners den Beginn echter unternehmerischer Verantwortung – mit mehr Gestaltungsspielraum, aber auch mit deutlich mehr Pflichten im Tagesgeschäft.
Kahlens Weg ins Fachhandelsgeschäft verlief alles andere als geradlinig, erzählt er beim pet-Besuch freimütig. Vor seiner Zeit bei Das Futterhaus arbeitete er in einem ganz anderen Bereich: als Fachberater für Designerküchen. Zwar sei die Tätigkeit gut bezahlt gewesen, erzählt Kahlen, „aber Spaß gemacht hat sie mir nicht und mich auch nicht erfüllt“. Er habe schließlich gekündigt, sich einen Hund zugelegt und kam zu Das Futterhaus.
Dort las er systematisch die Produktbeschreibungen und testete sich durch das Sortiment – denn seine französische Bulldogge litt ebenso wie ein zweiter Hund aus dem Tierschutz in Ungarn unter Allergien. Beide Tiere haben sein Interesse an fachlich fundierter Beratung und passenden Ernährungs- und Gesundheitslösungen weiter geschärft.
So kam er ins Gespräch mit dem Partner der vorherigen Franchisenehmerin und war schnell als Aushilfe eingestellt. Seine 20 Stunden pro Woche wurden nach und nach erhöht, er wechselte in die Verkäuferrolle, übernahm die Verkaufsleitung und alsbald sogar die Marktleitung. Der Aufstieg verlief in kurzer Zeit, weil er nicht nur fachlich überzeugte, sondern auch mit seiner praktischen Art im Verkauf punkten konnte. Statt rein theoretischer Beratung setzt der 33-Jährige auf konkrete, alltagsnahe Empfehlungen.
Der Fachhandel im Heimtierbereich ist aus Sicht von Kahlen weit mehr als ein „Kuscheljob“. Wer hier erfolgreich sein wolle, brauche Produktwissen, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Zusammenhänge zu erkennen. Ob Fell, Maul, Augen oder Fütterung: Die Beratung beginne oft mit kleinen Details. Gerade bei ernährungsbedingten Problemen könne ein gezielter Sortimentswechsel schnell Wirkung zeigen.
Für Kahlen ist genau das einer der wichtigsten Gründe, warum er seinen Beruf so schätzt: Wenn Kunden nach wenigen Wochen mit einem sichtbaren Erfolg und einem gesünderen Hund zurückkommen, sei das „der beste Beleg für den Wert guter Beratung und, ich glaube, die Hauptessenz, warum man Zoofachhändler sein will“.










