Knapp sieben Prozent der beim Schweizer Onlinehändler Galaxus bestellten Artikel gehen zurück ins Lager, denn retournierte Produkte werden geprüft und falls noch funktionstüchtig, weiterverkauft. Das geht aus einer Pressemeldung des Unternehmens hervor. „Was nicht defekt ist, gelangt mit dem Label ‛geprüfte Rückgabe’ wieder in den Verkauf oder wird an soziale Partner-Organisationen gespendet. Entsorgt und rezykliert wird bei uns nur, was nicht weiterverwendet werden kann oder darf, wie zum Beispiel Hygieneartikel“, erklärt Lauritz Fricke, Head of After Sales & Retail.
Am häufigsten im Verhältnis zum Bestellvolumen kamen im vergangenen Jahr Retouren in den Kategorien Bekleidung (22,32 Prozent), Fahrzeugbedarf (11,97 Prozent) sowie Uhren und Schmuck (11,11 Prozent) vor, dicht gefolgt von Fotografie (9,17 Prozent) und Tierbedarf (9,0 Prozent).
Die Gründe für Retouren
Onlinehändler wollen Retourenquoten möglichst niedrig halten – sowohl aus Umweltgründen als auch, um Kosten zu sparen. Darum setzt Galaxus auf ein möglichst breites Sortiment und detaillierte Produktbeschreibungen (die die Kundschaft sogar selbstständig verbessern kann), umfangreiche Filterfunktionen, ehrliche redaktionelle Beiträge und Einkaufshilfen wie die KI-Kaufberater und mehr, heißt es in der Meldung.
Bei jeder Rückgabe fragt Galaxus nach dem Grund, um Shop und Sortiment daraufhin zu optimieren. „Meistens passt es einfach nicht“, erklärt Lauritz Fricke. „Zu groß, zu klein, nicht kompatibel mit einem anderen Produkt: Das sind die häufigsten Gründe und wir bringen diese Produkte dann schnell wieder in den Verkauf zurück“.

Unter „Weitere Gründe“ verbergen sich unter anderem Spezialfälle wie „Lieferung kam zu spät“ (1 Prozent), „Produkt nicht mehr nötig“ (1 Prozent) und andere. „Wir bereiten gerade systemisch vor, 2026 dynamische Retourengründe je nach Produkt auszuspielen, und Retouren noch besser zu verstehen und durch optimierte Artikel-Informationen zu vermeiden“, so Fricke. Galaxus will die Kaufentscheidung für Kundinnen und Kunden so informiert und nutzerfreundlich wie möglich machen. Dazu gehören auch Transparenzinitiativen wie beispielsweise die Retouren- und Garantiefallquote einzelner Produkte.












