Der ehemalige Berliner Zoofachhändler Dieter Butzkamm ist bei einem Hausbrand ums Leben gekommen und seine Familie benötigt nach dem furchtbaren Drama Hilfe. Butzkamm (81) wohnte mit seiner Ehefrau Petra (70) in einem Haus zusammen mit Sohn Julian und dessen Frau mit drei Kindern. Er hinterlässt neben ihnen drei Töchter.
Vergangene Woche war es während der Feier zum 40. Geburtstag des Sohns zu einem Feuer in dem Haus im Berlin-Spandauer Stadtteil Wilhelmstadt gekommen. Nachbarn machten die Familie darauf aufmerksam, die daraufhin schnell ihre Kinder und die Mutter in Sicherheit brachten. Zur Rettung des bettlägerigen Dieter Butzkamm kam Sohn Julian jedoch zu spät, auch Feuerwehr und Rettungsdienst konnten dem ehemaligen Unternehmer schließlich nicht mehr helfen.
Die Familie wurde zwar vorerst von einem Hotel in der Nähe untergebracht, aber sie konnte nichts aus dem Haus retten. Um für erste Hilfe zu sorgen, hat eine Schwester eine Spendenaktion für die Betroffenen ins Leben gerufen, mit denen der trauernden Familie wenigstens das Allernötigste finanziert werden soll wie Kleidung, Alltagsgegenstände und eine Unterkunft.
„Der Zoofachhandel und die Arbeit mit Tieren waren für ihn nicht nur ein Beruf, sondern eine echte Berufung“, berichtete Tochter Nina Butzkamm im Gespräch mit dem pet-Fachmagazin. „Mit seinem geliebten Graupapagei hat er nun gemeinsam die Erde verlassen.“
Butzkamm hatte schon als junger Mensch mit Praktika und Semesterferienjobs im Zoo angefangen. Anfang der 1970er-Jahre hatte er in einem Zooladen an der Ecke Heerstraße/Magistratsweg in Spandau sein Berufsleben begonnen. Von der Mitte der 1970er- bis in die 1980er-Jahre hatte er ein Zoofachgeschäft im Staaken Center, seit 1977 eins in der Siedlung Siemensstadt und ab Mitte der 1970er Jahre das Geschäft „Märkischer Zoo“ in der damals neu entstandenen Einkaufspassage. Er habe auch immer auf der „Erlebniswelt Heimtier“ auf der Grünen Woche in Berlin ausgestellt.
Zwar gab es dort zunächst auch Hunde, Katzen und exotische Tiere, Butzkamms große Leidenschaft waren aber die Fische. „Er war begeisterter Aquarianer und hat nicht nur über Jahrzehnte viele Menschen für die faszinierende Unterwasserwelt begeistert, sondern das Aquarianer-Gen auch an alle in unserer Familie weitergegeben“, erinnert sich seine Tochter Nina.
Auch Geschäftspartner haben gute Erinnerungen an Butzkamm: „Ich erinnre mich an ihn immer als einen absolut Korrekten Geschäftsmann und ehrlichen und vor allem empathischen Menschen“, erzählte uns Gordon Wohlfeld, der von 1999 bis 2007 die Koi- und Zierfischfarm Wohlfeld GmbH von seinem Vater übernahm und heute Verkaufstrainer ist. „Als Jugendlicher, wenn ich im Betrieb meines Vaters ausgeholfen habe und Herr Butzkamm vorbeikam, war die Freude bei mir immer groß, da für ihn nicht nur das Geschäft im Vordergrund stand, sondern auch der Mensch – egal ob erwachsen oder jugendlich.“ Butzkamm habe Wertschätzung immer großgeschrieben.
Kollegen können spenden und unterstützten. Spendenaufruf: Hausbrand-Familie mit 3 Kindern verliert alles!










