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Klare Strategien in einem schwierigen Markt

Der Fachhandel muss angesichts zunehmend wachsender Konkurrenz flexibler werden. Die Zugehörigkeit zu einer starken Kooperation, etwa einem Franchisesystem, kann hierbei hilfreich sein

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Der Einzelhandel durchläuft einen nachhaltigen Strukturwandel. Die Zahl der Unternehmen sinkt, der Wettbewerb zwischen den einzelnen Unternehmen wird intensiver, und der Trend zu großflächigen Vertriebsformen und zu Discountern setzt sich weiter fort. 2002 sank die Anzahl der LEH-Standorte mit einer Fläche von weniger als 400 m² um 6,4 Prozent, während die Anzahl der großen Verbrauchermärkte um 2,3 Prozent wuchs. Obwohl der Einzelhandel stark mittelständisch geprägt ist, beträgt der Marktanteil der Top 30-Unternehmen im LEH mehr als 95 Prozent. Nach der viel zitierten „Aldisierung“, dem Trend zum Discounter und zur Schnäppchen-Jagd, erleben wir nun einen neuen Trend, die so genannte Ebayisierung. Es ist zurzeit „in“, bei Ebay und anderen Internet-Auktionen Waren zu ersteigern. Diese steigende Tendenz, Second-Hand-Artikel online zu kaufen, zieht Kaufkraft vom stationären Handel ab.
Blick in das Logistikzentrum in Krefeld.
Franchising gewinnt an Zulauf
Vor diesem Hintergrund ist für den Erfolg und die Zukunft eines Einzelhandelsunternehmens entscheidend, sich schnell auf neue Herausforderungen und sich verändernde Bedingungen am Markt einzustellen. In eine Kooperation eingebunden zu sein, wie dies beim Franchising der Fall ist, bietet hier Vorteile. Der Händler kann seine eigenen Entscheidungen treffen und vor Ort auf die Erfordernisse des Marktes reagieren, hat aber gleichzeitig Rückendeckung durch das Franchisesystem. Unternehmerische, finanzielle und persönliche Risiken lassen sich so minimieren. Dass Franchising im Handel eine große Bedeutung hat, zeigen die Zahlen des Deutschen Franchiseverbandes (DFV). Der Anteil der Handelsbetriebe im Franchisemodell beträgt fast 25 Prozent. Damit ist der Handel nach dem Bereich Dienstleistung die zweitgrößte Branche. Handwerk und Gastgewerbe – zu dem auch Branchenriesen wie beispielsweise McDonalds gehören – haben lediglich einen Anteil von zirka sieben bzw. zirka 13 Prozent.
Franchising im Handel bietet für beide Seiten Vorteile, für den Franchisenehmer und den Franchisegeber: Der Franchisenehmer erhält Unterstützung und profitiert von der Gemeinschaft im System, beispielsweise durch bessere Einkaufskonditionen und gemeinschaftliche Werbung. Der Franchisegeber und somit das ganze System profitiert von den Kenntnissen des einzelnen Franchisenehmers über den lokalen Markt und der unternehmerischen Motivation der Partner. Dadurch erzielt Franchising einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmensformen…
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