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Echt oder falsch?

Schneller als man denkt, hat man einen gefälschten Geldschein in der Kasse. Gibt man ihn weiter, macht man sich strafbar. Handelstrainer Hans-Günther Lemke gibt wertvolle Tipps zu Vorbeugung und Erkennung von Falschgeld.
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Aus einem Bericht der Deutschen Bundesbank geht hervor, dass im letzten Jahr 41.507 Fälschungen bekannt wurden, mit einem Gesamtschaden von circa 2,2 Mio. €. So wurde der 20-€- Schein am meisten gefälscht (46 Prozent), gefolgt vom 50-€-Schein (34 Prozent) und dem 100-€-­Schein (12 Prozent). Hinzu kommen knapp 52.000 gefälschte Münzen, in der Mehrzahl (79 Prozent) die 2-€- ­Münze. Kontrolle ohne Technik Die Echtheit von Banknoten lässt sich mit ein bisschen Sorgfalt auch ohne technische Hilfsmittel relativ sicher feststellen: Da sich Fälscher in der Regel auf die Imitation von einem oder wenigen Sicherheitsmerkmalen beschränken, sollte man immer mehrere Sicherheitsmerkmale, möglichst aus verschiedenen der folgenden Kategorien, überprüfen, um aus der Kombination von mehreren Merkmalen eine erhöhte Sicherheit ziehen zu können. Es empfiehlt sich, zunächst einmal einige echte Banknoten nach dem Schema Sehen-Fühlen-Kippen zu überprüfen, um dadurch zu lernen, worauf genau man achten muss und wie jeweils das echte Sicherheitsmerkmal auszusehen bzw. sich anzufühlen hat. Auf der Vorderseite der Banknoten sind zum Beispiel erhabene Teile des Druckbildes (Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ am oberen Rand) zu fühlen. Das Wasserzeichen lässt sich im unbedruckten Bereich in Durchsicht erkennen, und die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen der Banknote. Zudem kann auf der Rückseite der Perlglanzstreifen (bis 20 €) bzw. der Farbwechsel der rechten Wertzahl (ab 50 €) beim Kippen der Noten geprüft werden. Empfehlenswert ist es, bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine zweifelsfrei echte Banknote zum Vergleich heranzuziehen, etwa eine Banknote, die von einem Geldautomaten ausgezahlt wurde. Das Papier der Banknoten besteht aus reiner Baumwolle und fühlt sich fest und griffig an. Die meisten Fälschungen fühlen sich lappig und glatt an, und das Relief ist kaum zu ertasten. Das Wasserzeichen ist in das Papier gedruckt. Bei den meisten Fälschungen ist es auf das Papier gedruckt und meist auch zu sehen. Der Sicherheitsfaden ist als schwärzliche Linie in das Papier gedruckt und nur im Gegenlicht zu erkennen. Hologrammelemente sind feine Perforationen. Im Gegenlicht ist zu prüfen, ob das Wasserzeichen echt, der Sicherheitsfaden vorhanden ist und ob die Elemente des Durchsichtsregisters exakt aufeinander passen. Beim Kippen verändert sich das Hologrammelement, und es sind regenbogenfarbene Kreise zu sehen. Die Farbe der Wertzahl auf der Rückseite verändert sich von…
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