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„Erfolgreiches Entree in Berlin“

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) sucht verstärkt den Kontakt zur Politik. Der Verband richtete deshalb Ende November seinen ersten Parlamentarischen Abend im Zoo-Aquarium in Berlin aus.
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Auch wenn wegen der zeitgleich stattgefundenen Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD nur wenige Bundestagsabgeordnete unter den rund 130 Besuchern anzutreffen waren, zeigte sich der Verband mit der Veranstaltung zufrieden. „Wir haben von vielen Politikern positives Feedback erhalten und werten den Parlamentarischen Abend als erfolgreiches Entree in Berlin“, kommentiert ZZF-Pressesprecherin Antje Schreiber gegenüber pet. „Importverbot gefährdet Artenschutz“ Präsident Norbert Holthenrich wiederholte in seiner Eröffnungsansprache die Kritik des Verbandes an dem im Koalitionsvertrag geforderten Importverbot von Wildfängen: „Ein generelles Verbot des Handels mit Wildfängen würde die Biotope dieser Art gefährden und so deren Rückgang bis zum Aussterben beschleunigen, Entwicklungshilfe behindern sowie das Niveau der Biodiversitäts-Forschung um Jahrzehnte zurückwerfen.“ Der ZZF-Präsident führte aus, dass der Fang von Vivarientieren auf der Grundlage biologischer Nachhaltigkeit in strukturarmen Ländern ein Einkommen aus der Natur ermögliche. Die einheimische Bevölkerung sei deshalb am Schutz der Tierarten und der Verteidigung ihrer Lebensräume interessiert. Der ZZF, so Holthenrich, unterstütze zudem Initiativen, die dem erforderlichen Schutz bestimmter Arten dienen. Zudem würde ein Verbot der Einfuhr von Wildfängen die Grundlagen vor allem der Hobbys Aquaristik und Terraristik zerstören. Nachzuchtbemühungen würden behindert, da bei vielen Heimtierarten die Nachzuchtpopulation noch recht klein sei und ohne gelegentliche Einkreuzung von Wildfängen Inzuchtdepressionen drohen. Holthenrich: „So vielfältig wie die Menschen sind, sollten auch die Heimtiere sein.“ Deswegen sollten Tierhalter aus einem möglichst breiten Spektrum die passende Art für die Heimtierhaltung aussuchen können. Der ZZF-Präsident ging in seiner Ansprache auch auf die wachsende Professionalisierung des Zoofachhandels ein und betonte, dass dieser durchaus offen für Fragen des Tierschutzes sei. Auch die Tierhalter nahm er vor oft zu hörenden Pauschalangriffen über angeblich nicht tiergerechte Haltungsbedingungen in Schutz: „Die meisten Aquarianer und Terrarianer verfügen über einen hohen Bildungsgrad und informieren sich vor dem Kauf sehr genau über die Haltung ihrer Tiere.“ Moderiertes Gespräch In einem von Gerald Meyer vom Rundfunksender RBB moderierten Gespräch nutzten er und ZZF-Vizepräsidentin Ute Klein anschließend die Gelegenheit, den gesellschaftlichen Nutzen von Heimtieren zu betonen…
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