Foto: BarnImages, Pixabay
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Kleine Hunde - Analyse

Kleine Umsatzträger

Für den Zoofachhandel und die Industrie sind kleine Hunde in den letzten Jahren zu einem immer wichtigeren Umsatzträger geworden. So hat sich auch die Produktvielfalt für die kleinen Vierbeiner enorm gesteigert, um den Ansprüchen dieser anspruchsvollen Klientel gerecht zu werden.
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Als die Hotel-Erbin Paris Hilton zum ersten Mal mit einem Mini-Hund auf dem Arm über einen roten Teppich spazierte, war der kometenhafte Aufstieg der kleinen Hunderassen weltweit aller Wahrscheinlichkeit nach schon vorgezeichnet. Auch wenn die Auftritte des It-Girls wohl auch einen gewissen Anteil am Erfolg dieser Hunde hatten. In Deutschland machten die kleinen Hunderassen in der Gewichtsklasse bis zu 10 kg im Jahr 2013 schon einen Anteil von rund 32 Prozent an der gesamten Hundepopulation in Deutschland aus (Quelle: Heimtierpopulation 2013; IVH und ZZF). Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass sich mit der steigenden Zahl von Vierbeinern im Mini-Format auch der Wunsch nach speziellen Produkten für diese Tiere erhöht hat. "In unserem Unternehmen ist es so, dass wir immer mehr darauf achten, Produkte wie zum Beispiel Plüsch-Spielzeug, Strategiespiele sowie Leinen und Halsbänder für genau diese Zielgruppe zu entwickeln", sagt Claudia Menzel, Leitung Marketing bei Trixie. 

Snacks und Bekleidung als Profiteure

Wie wichtig die kleinen Hunde für den Heimtiermarkt sind, zeigt im Speziellen auch das immer stärkere Auftreten von zwei Segmenten, die ohne die kleinen Vierbeiner wohl lange nicht so erfolgreich wären: Snacks und Hundebekleidung. Gerade bei den kleinen Belohnungshappen ist der Anstieg signifikant. So hat sich der Umsatz mit Snacks von 2013 auf 2014 um 5,8 Prozent auf 453 Mio € erhöht (Quelle: Der deutsche Heimtiermarkt 2014; IVH und ZZF). Damit übersteigt der Umsatz den von Hundefeucht- und trockenfutter (390 Mio € und 422 Mio. €). Erklärt wird dies von Fachleuten häufig durch die noch stärkere Vermenschlichung von kleinen Hunden, im Gegensatz zu mittelgroßen bis großen Hunden. Der kleine Hund wird damit noch stärker als Kind-, Partnerersatz gesehen, dementsprechend auch noch mehr umsorgt und verwöhnt. Und dies laut Experten in einem immer stärker werdenden Maß auch von älteren Menschen, die die Hunde auch wegen des geringeren Platzbedarfs, des Aussehens und ihres Verhaltens wegen schätzen. Aus einer alternden Gesellschaft wie der Deutschen, scheinen diese Hunde daher kaum noch wegzudenken.
Der Vermenschlichungsfaktor macht die Hunde auch für das Segment der Hundebekleidung so interessant, in dem mittlerweile unzählige Designer um die Gunst der Halter buhlen. "2007 haben wir begonnen, den Hundemodesektor mit über 1.000 Modellen, speziell auf kleine Hunde abgestimmt, zu beliefern. In den letzten Jahren haben wir unser Sortiment stetig erweitert, um die…
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