Pflanzen-Kölle in Heilbronn
Eine Teichabteilung ist auch in den großen Gartencentern immer noch ein fester Bestandteil. Im Bild, der Pflanzen-Kölle in Heilbronn.
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Gartenteich - Handelsumfrage

Wassergärten am Scheideweg

Ein schöner Teich war früher ein Muss in vielen Gärten gepflegter Einfamilienhäuser. Diese Einstellung ist heute nicht mehr ganz so selbstverständlich, auch wenn die Zahl der Gartenteichfans immer noch groß ist. Der Fachhandel sieht die Zukunft zwiespältig.
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Fragt man den Fachhandel nach der Bilanz der letzten Gartenteichsaison, kann man auf kein eindeutiges Urteil hoffen. Zu unterschiedlich entwickelt sich das Kaufverhalten der Gartenteichbesitzer oder Gartenteichanwärter in den verschiedenen Regionen. Positiv gestimmt, blickt zum Beispiel Andreas Arndt, Geschäftsführer von Teich Arndt in Berlin-Blankenburg, auf das vergangene Jahr zurück. "Wir können für das Jahr 2014 im Grunde genommen eine positive Bilanz unserer Gartenteichsaison ziehen. Dies bezieht sich auf alle Produktpaletten." Beim Kauf ihrer Produkte sei es den Kunden dabei auch immer wichtiger geworden, dass diese möglichst sparsam arbeiten. Das ist ein klarer Trend, den wir schon länger beobachten.  "Die Leute wenden sich immer mehr den stromsparenden Pumpen und anderen energieeffizienten technischen Geräten für den Gartenteich zu." Das sei, gerade im Hinblick auf die immer weiter steigenden Energiepreise auch ein folgerichtiger Schritt, so Arndt. "Das merkt man auch daran, dass immer mehr Hersteller verstärkt auf die Entwicklung solcher Geräte setzen."

Schwieriges Unterfangen

Den Trend zu stromsparenden Pumpen hat auch Gerd Franke, Geschäftsführer des Teichcentrums Bölstorf in Unna erkannt. Er betont zudem, die ebenfalls steigenden Wasserkosten als Grund, der die Leute ins Grübeln bringt, ob sie den bestehenden Teich behalten oder überhaupt erst einen anlegen sollen. "Diese Entwicklung zu stoppen, wird meiner Meinung nach sicherlich ein sehr schwieriges Unterfangen." Folgerichtig beobachtet Franke seit einigen Jahren auch einen zunehmenden Rückgang beim Thema Gartenteich. "Wir beobachten, dass die Leute sehr lange überlegen, ob sie einen Teich bauen. Und dann entscheiden sie sich doch meistens dagegen. Allerdings muss man natürlich sagen, dass dies ein Schwund auf sehr hohem Niveau ist, der aber nichtsdestotrotz anhält."

Es braucht eine Verjüngungskur

Doch liegt es allein am höheren Strom- und Wasserpreis, den ein Teich so mit sich bringt, dass die Kunden für die Wassergärten eher ausbleiben? Für Gerd Franke hat der Schwund noch andere Gründe. "Der Rückgang liegt mit Sicherheit auch daran, dass viele unserer Kunden in einem eher höheren Alter sind. Und diese werden natürlich immer weniger." Die jüngeren Leute interessierten sich heutzutage nicht mehr so sehr für einen schönen Gartenteich. "Das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass es eben nicht damit getan ist, ein Loch zu buddeln und es mit Wasser zu füllen. Ein Teich ist doch ein bisschen mehr…
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