Geschäftsführer Hans-Jörg Gidlewitz (links) und Volker Schultz (rechts), IT-Chef Benjamin Beinroth (Zweiter von links) sowie Gründer und Inhaber Torsten Toeller (Zweiter von rechts). Fotos: Fressnapf Holding SE/Yvonne Ploenes (2)
Gute Laune auf der Jahrespressekonferenz: die beiden Geschäftsführer Hans-Jörg Gidlewitz (links) und Volker Schultz (rechts), IT-Chef Benjamin Beinroth (Zweiter von links) sowie Gründer und Inhaber Torsten Toeller (Zweiter von rechts). Fotos: Fressnapf Holding SE/Yvonne Ploenes (2)
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30 Jahre Fressnapf

Fressnapf wächst in allen Kanälen

30 Jahre Fressnapf: Zum Start ins Jubiläumsjahr glänzt Europas führende Fachhandelsgruppe mit herausragenden Zahlen in allen Vertriebskanälen. Bei der geplanten Digitalisierung tritt das Unternehmen kräftig aufs Gaspedal.
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Digitalisierung ist für Fressnapf keine Frage der Technik, sondern der Kultur, betonen Firmengründer und -inhaber Torsten Toeller und IT-Chef und Geschäftsleitungsmitglied Benjamin Beinroth übereinstimmend. Deshalb ist es der Handelsgruppe wichtig, den digitalen "Mindset" auch bei den eigenen Mitarbeitern zu entwickeln. IT-Spezialisten und Marketingleute seien sich früher immer etwas aus dem Wege gegangen, nun arbeiten sie gemeinsam an der Erforschung von digitalen Kundenbeziehungen, witzelt Benjamin Beinroth. Er führte die Journalisten, die zuvor an der Jahrespressekonferenz des Unternehmens teilgenommen hatten, durch die vierte Etage eines Gebäudes im Düsseldorfer Medienhafen. Dort hat Fressnapf eine virtuelle Praxiswerkstatt mit derzeit ca. 40 Mitarbeitern eingerichtet. Eine zweite Etage könnte bei Bedarf hinzukommen, mit dann ca. 120 Mitarbeitern. Eine allmähliche Verlegung des Firmensitzes von Krefeld nach Düsseldorf sei nicht vorgesehen, betont Torsten Toeller. Aber die Landeshauptstadt habe "mehr internationalen Charme" und sei somit geeigneter, um digital-affine Arbeitskräfte zu gewinnen.

"Soziale Transformation"

Schon die Verlegung der Jahrespressekonferenz nach Düsseldorf signalisiert: Fressnapf fokussiert sich auf die digitale Transformation, die für das Unternehmen im Kern eine soziale Transformation darstellt und mit der sich Fressnapf neu erfinden will. Das Unternehmen will seine Kundendaten besser verstehen lernen und daraus im operativen Geschäft die richtigen Schlüsse ziehen, um sich als führende Plattform für Heimtierhalter etablieren zu können. Stichworte des Prozesses sind eine stärkere Kundenfokussierung, eine Verzahnung aller Kundenkanäle und eine Übertragung aller Legacy-Systeme (gemeint ist die bisherige Unternehmenssoftware) auf die Cloud. Fressnapf investiert dafür pro Jahr 20 bis 30 Mio. Euro pro Jahr - eine Größenordnung, "die sich nicht viele leisten wollen", bemerkt Mitgeschäftsführer Hans-Jörg Gidlewitz spitz. Voraussichtlich schon bis Jahresende will die Handelsgruppe eine App vorstellen, bei der das Thema Tiergesundheit eine besondere Rolle spielen soll. Klar habe sich Fressnapf dafür entschieden, von Anfang an nicht alles selbst zu machen, sondern auch Partner - Start-ups ebenso wie Großunternehmen, etwa Versicherungen - ins Boot zu nehmen.

Onlineshop in Frankreich

Dass Fressnapf seine Zurückhaltung im Onlinegeschäft allmählich aufgibt, belegen die Umsatzzahlen des Vorjahrs. Das Unternehmen wuchs online um 21,4 Prozent auf 109…
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