Lieferengpässe machen der Heimtierbranche zu schaffen.
Lieferengpässe machen der Heimtierbranche zu schaffen.
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Rohstoffknappheit

Herausforderungen in bewegten Zeiten

Lieferengpässe, Rohstoffknappheit und Preiserhöhungen trüben die gute Stimmung in der Heimtierbranche. pet befragte dazu einige Lieferanten des Zoofachhandels.
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„Trotz sehr positiver Marktentwicklung ist die Situation für uns Produzenten herausfordernd wie noch nie in den letzten Jahrzehnten“, meint Interquell-Geschäftsführer Georg Müller und verweist auf Lieferverzögerungen seit Ende 2020, „die die Produktion behindern und, viel schlimmer für uns, zu deutlichen Preissteigerungen im Einkauf führen, die man kaum und nur mit monatelanger Verzögerung auf die eigenen Verkaufspreise umlegen kann.“ Christian Numsen, Geschäftsführer von Pets Nature, bestätigt: „Einige tierische Rohwaren und Verpackungsmaterialien sind gerade sehr schwer zu erhalten“, sagt er. Dazu kommen Lieferengpässe und Preisanstiege.

Mix vieler Ursachen 

So wie Interquell und Pets Nature geht es derzeit der gesamten Heimtierbranche. Die verstärkte Nachfrage nach Heimtieren in Corona-Zeiten hat dazu geführt, dass auch der Absatz an Tiernahrungs- und -zubehörprodukten deutlich gestiegen ist, und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Vor diesem Hintergrund kommt ein Zusammenbruch der Lieferketten besonders ungelegen. Die Knappheit der Rohware hat aber weitere Gründe: der Brexit, verschiedene Tierseuchen, schlechtere Ernten – das alles hat wesentlich zu den Problemen geführt, mit denen die Heimtierbranche derzeit zu kämpfen hat. Die Knappheit an Rohstoffen und Verpackungsmaterial hat zur Folge, dass die Preise hier und in der Logistik „explodiert“ sind, bringt es Malte Hübers, Geschäftsführer von Dr. Clauder, auf den Punkt bringt. „Das stellt unseren Einkauf vor neue Herausforderungen.“ Und die Warendisposition wird immer mehr behindert, da niemand derzeit eine verlässliche Prognose wagen kann, ob die bestellten Rohwaren und Verpackungsmaterialien auch pünktlich eintreffen. „Wir hoffen sehr, dass sich die derzeitige Situation bis Ende des Jahres wieder halbwegs entspannt“, hofft Max Graf Kerssenbrock, Geschäftsführer von Seitz Heimtiernahrung. Er hebt unter den fehlenden Rohstoffen ausdrücklich Ente hervor, die derzeit am Markt nicht zu bekommen sei.

 Georg Müller (Interquell)
 Georg Müller (Interquell)
Max Graf Kerssenbrock (Seitz Heimtiernahrung)
Max Graf Kerssenbrock (Seitz Heimtiernahrung)
Jan Vos (Bosch Tiernahrung)
Jan Vos (Bosch Tiernahrung)
Christian Numsen (Pets Nature
Christian Numsen (Pets Nature
Felix Vos (Mera Tiernahrung)
Felix Vos (Mera Tiernahrung)
Hubert Wieser (Nestlé Purina)
Hubert Wieser (Nestlé Purina)
Malte Hübers  (Dr. Clauder Tiernahrung)
Malte Hübers  (Dr. Clauder Tiernahrung)

„Lieferungen von Rohstoffen werden zum Teil in China trotz Zusagen der Reedereien nicht verladen. Viel Ware geht in die USA und nicht nach Europa. Auch gibt es immer mehr Probleme bei den Lieferungen aus Indien, wo ebenfalls Container zur Verladung fehlen“, beschreibt Jan…

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