Dehner-Markt in Rain am Lech
Barf-Abteilungen gehören im Zoofachhandel zum Standard. Besonders schön ist die Abteilung im Dehner-Markt in Rain am Lech ausgefallen. 
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Analyse

„Ein starker Wachstumsmarkt“

Auch die Engpässe am Rohstoffmarkt und drastischen Preis­erhöhungen können den Siegeszug der Barf-Ernährungsform nicht aufhalten. Das jedenfalls ist der Eindruck einiger führender Marktteilnehmer, die pet befragt hat.
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„Barf ist nach wie vor ein starker Wachstumsmarkt“, ist sich Dorian H. Tackenberg, Geschäftsführer der Firma Tackenberg, sicher. Er verweist auf ein zweistelliges Wachstum seines Unternehmens im vergangenen Jahr und einen guten Start ins neue Jahr mit ähnlich hohen Umsatzzuwächsen. Auch Michael Dinkel, geschäftsführender Gesellschafter der BAF Group („Procani“) sieht einen ungebrochenen Trend zur Barf-Ernährung, stellt aber fest, dass seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie der Onlinehandel in diesem Bereich stärker wachse als der stationäre Handel. Eine zufriedenstellende Entwicklung des Barf-Segments melden auch Andreas Hundt, Geschäftsführer der Hundt Tiefkühlprodukte, Jürgen Hitzegrad, Geschäftsführer von Zoobedarf Hitzegrad, und Norman Vogel, Geschäftsführer bei Barfer’s.

Branchenkenner ziehen Position

Aktuelle Barf-Trends, Probleme mit den Lieferketten und Produktqualität.

Dorian H. Tackenberg (Tackenberg)
Dorian H. Tackenberg (Tackenberg)
Michael Dinkel (BAF Group)
Michael Dinkel (BAF Group)
Andreas Hundt (Hundt Tiefkühlprodukte)
Andreas Hundt (Hundt Tiefkühlprodukte)
Norman Vogel (Barfer‘s)
Norman Vogel (Barfer‘s)
Jürgen Hitzegrad (Zoobedarf Hitzegrad)
Jürgen Hitzegrad (Zoobedarf Hitzegrad)

Fertigmenüs im Trend

Wo liegen die Trends? Die meisten der befragten Marktakteure stellen eine gesteigerte Nachfrage nach Fertigmenüs und nach immer hochwertigeren Produkten fest. „Der Kunde will sich nicht mit Futtermengen und Zusammensetzungen beschäftigen, sondern die Gewissheit haben, dass er sein Tier gesund ernährt“, stellt Hitzegrad fest. Tackenberg sieht vor allem Menüs mit einem höheren pflanzlichen Anteil im Trend und nennt als Gründe die schwierige Situation bei Fleisch auf den Rohstoffmärkten und den ökologischen Fußabdruck tierischer Proteinquellen. „Der Verbraucher mag einfache Produkte, aber in Top-Qualität“, meint Hundt und weist auf den Erfolg seiner unter „Barf-in-One“ angebotenen Alleinfuttermittel und der neu eingeführten Fleischmedaillons „Beutestücke“ hin. Vogel stellte vor allem im vorigen Jahr immer mehr Wettbewerb auf dem Barf-Markt fest. Das führe allerdings dazu, dass nicht immer Barf drin sei, wo Barf draufstehe, kritisiert er. „Wir sehen Trends wie ‚Barf in der Dose‘ oder ‚Trockenbarf‘ nicht wirklich als Konkurrenzprodukte“, so Vogel. Der Barfer’s-Chef bemängelt, dass das Personal in vielen kleinen Barf-Läden, aber auch in Zoofachgeschäften zu wenig Expertise habe. „Unsere zertifizierten Ernährungsberater beraten jeden Kunden individuell nach seinen Bedürfnissen. Das grenzt uns stark vom Wettbewerb ab und bietet unseren Kunden den Service, den sie suchen.“ 

Was Produkttrends betrifft, meint Vogel…

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