Eine Befragung des Versicherers Dalma unter 1.211 deutschen Tierhalterinnen und Tierhaltern zeigt eine wachsende Lücke zwischen emotionaler Hingabe und finanzieller Realität. Während Haustiere zum festen Familienmitglied geworden sind, unterschätzen – vor allem seit der Reform der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) Ende 2022 mit um 50 bis 100 Prozent gestiegen Kosten – 84,5 Prozent der Befragten die tatsächlichen Kosten eines tierärztlichen Notfalls. Eine gängige Notfall-OP wie die Entfernung eines verschluckten Fremdkörpers beim Hund kostet heute regelmäßig über 2.000 Euro. Nur 15,5 Prozent der Befragten kennen laut Damla diese realen Kosten. pet hat bei einigen Versicherern nach der aktuellen Entwicklung gefragt.
Wie hat sich das Neugeschäft in der Tierkrankenversicherung in den letzten zwei Jahren entwickelt– und welche Tierarten oder Kundensegmente treiben dieses Wachstum?
Thomas Vogel, Vorstandsvorsitzender, Agila Haustierversicherung AG, meint dass die Auswirkungen der seit Ende 2022 gültigen neuen GOT nach wie vor deutlich im Tierversicherungsmarkt zu spüren seien. „Und obwohl sowohl das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Tierversicherung als auch die Zahl der Wettbewerber stark zugenommen haben, sind wir noch weit von einer Marktsättigung entfernt.“ Trotz des deutlichen Anstiegs der Anbieterzahl in den letzten zehn Jahren verzeichne die Agila nach wie vor ein jährliches Wachstum.
„Aus aktuellen Daten, die wir in Zusammenarbeit mit Statista erhoben haben, wissen wir: Haustiere, zumindest Hunde und Katzen, sind ein überwiegend weibliches Thema. Drei von fünf Tierhaltenden sind Frauen.“ Darüber hinaus sei die Versicherungsquote bei Katzen deutlich niedriger ist als bei Hunden, obwohl in Deutschland wesentlich mehr Katzen als Hunde gehalten werden. „Hier sehen wir aktuell viel Potenzial.“
Auch Niklas Jernevad-Olin, Country Manager Deutschland, Agria Tierversicherung, sieht als weltweit älteste Tierversicherungsgesellschaft, dass in den vergangenen Jahren in vielen unserer Märkte neue Wettbewerber hinzugekommen sind.“ Seiner Meinung nach ein klares Zeichen dafür, dass das Interesse der Tierhalter an Tierkrankenversicherungen zunimmt. „Bei Agria sehen wir vor allem, dass immer mehr Hundehalter ihre Tiere bereits als Welpen versichern.“ Das sei sinnvoll, weil der Versicherungsschutz dann in der Regel am umfassendsten sei, wenn das Tier später älter wird und das Risiko für Erkrankungen steigt.
„Die Tierversicherungen sind für die HanseMerkur ein zentraler…











