Vertrauen ist offenbar bei der Tierversicherung ein wichtigerer Faktor als der Leistungskatalog.
Vertrauen ist offenbar bei der Tierversicherung ein wichtigerer Faktor als der Leistungskatalog.

Rudelreport

Zwischen Skepsis und Sicherheitsbedürfnis

Steigende Tierarztkosten rücken Tierkrankenversicherungen zunehmend in den Fokus. Warum die Abschlussquote deutlich hinter dem wahrgenommenen Bedarf zurückbleibt.

Die Diskussion um Tierkrankenversicherungen wird maßgeblich durch steigende Tierarztkosten geprägt. Eine Marktforschungsstudie zur Customer Journey analysiert Faktoren, die die Entscheidung für oder gegen eine Versicherung beeinflussen und warum Vertrauen dabei oft wichtiger ist als der Preis.

Bereits 51 % der Hundehalter empfinden die Kosten für Tierarztbesuche als belastend und 88 % wünschen sich die bestmögliche Gesundheitsversorgung für den Hund. Gleichzeitig zeigt sich jedoch eine deutliche Lücke zwischen Problembewusstsein und tatsächlichem Verhalten: Während Dreiviertel der Hundehalter interessiert an Tierkrankenversicherungen sind, verfügen lediglich 28 % über eine Krankenvollversicherung für ihren Hund.

Die Ursachen liegen dabei nicht allein in den Beiträgen. Viele Halter schätzen das persönliche Risiko als gering ein, insbesondere wenn der Hund jung und gesund ist. Hinzu kommen Unsicherheiten hinsichtlich Leistungen, Ausschlüssen und Vertragsbedingungen. Die Police wird zwar als sinnvoll wahrgenommen, der konkrete Abschluss jedoch häufig aufgeschoben.

Auslöser für die Beschäftigung mit dem Thema sind neben der Angst vor Tierarztkosten häufig auch Gespräche mit dem Tierarzt oder anderen Tierhaltern oder sogar Werbung. Bei der Informationssuche dominieren digitale Kanäle: 51 % der Interessierten nutzen Vergleichsportale, 48 % die Websites der Versicherer. Gleichzeitig behalten persönliche Empfehlungen eine hohe Bedeutung: 33 % beziehen andere Hundehalter in ihre Entscheidungsfindung ein. Social Media und Foren spielen mit 14 % dagegen eine deutlich kleinere Rolle.

In der Untersuchung wird auch die Skepsis gegenüber Versicherern und hinsichtlich des tatsächlichen Leistungsumfangs sind erkennbar. Entsprechend wünschen sich Hundehalter von einer Tierkrankenversicherung vor allem Transparenz, Kulanz und stabile Beiträge. Verständlichkeit und Verlässlichkeit rangieren dabei vor klassischen Preisargumenten.

Die größte Wachstumschance liegt nicht allein in neuen Tarifmodellen, sondern im Aufbau von Vertrauen. Denn das Interesse ist längst vorhanden. Rund 34 Prozent der Hundehalter befinden sich bereits in einer Awareness- oder Consideration-Phase und sind damit potenzielle Neukunden. Wer Transparenz schafft und Unsicherheiten abbaut, kann auf dieser letzten Meile entscheidende Conversion-Hürden überwinden.

Der Rudelreport „Tierkrankenversicherungen“ umfasst mit allen Analysen sowie Fazit und Empfehlungen 130 Seiten und kann von interessierten Unternehmen zur uneingeschränkten Nutzung innerhalb des Unternehmens erworben werden.

Mehr Infos unter www.die-projektmeisterei.com/tierkrankenversicherung.

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