Eine internationale Forschergruppe hat auf der Weltkonferenz zur Mensch-Tier-Beziehung in Stockholm jetzt die ursächlichen Gründe für die Wirkung von Tieren auf unser Wohlbefinden ermittelt. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Hormone, heißt es in einer Presseerklärung der Firma Mars Petcare, die das Forschungsvorhaben unterstützt. Das Team von Wissenschaftlern unter der Federführung von Prof. Dr. Henri Julius von der Universität Rostock konnte erstmals fundiert die Auswirkung von Tieren auf das Wohlbefinden von Kindern belegen. Der konkrete Nachweis gelang bei Untersuchungen zu der Frage, ob bei Kindern ein Zusammenhang zwischen dem Level von Cortisol (Stresshormon) und der Anwesenheit von Hunden festgestellt werden kann. Das Ergebnis: Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen keine enge und positive Bindung in ihrem familiären oder privaten Umfeld haben, profitieren besonders von der Anwesenheit eines Hundes. Für die Praxis sollen die Resultate der Wissenschaftler bessere Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren in therapeutischen und pädagogischen Umfeldern eröffnen.