Vorwürfe zur Zwangsarbeit in Thailand

Nestlé geht in die Offensive

07.12.2015

Der Schweizer Konzern Nestlé hat jetzt nach rund einjähriger eigener Ermittlungsarbeit massive Verstöße gegen Menschenrechte und diverse Fälle von Zwangsarbeit in seiner Meeresfrüchte-Lieferkette in Thailand aufgedeckt. Das Unternehmen hatte mit den eigenen Ermittlungen begonnen, nachdem sich 2014 die Berichte von Medien sowie Nichtregierungsorganisationen über Zwangsarbeit und nicht akzeptable Arbeitsbedingungen bei Zulieferern  gemehrt hatten. Davon betroffen sind unter anderem auch Tiernahrungsprodukte des Unternehmens, für die Fisch aus Thailand verwendet werden.
2016 will der Konzern den kompletten Report über die Missstände vorlegen und einen Plan zu deren Beseitigung vorlegen. "Nestlé hat einen Aktionsplan für Meeresfrüchte aus Thailand aufgestellt. Dieser beinhaltet eine Reihe an Maßnahmen, die zum Schutz der Arbeiter vor Ausbeutung beitragen, deren Arbeitsbedingungen verbessern und nicht akzeptable Praktiken einschließlich der Arbeit Minderjähriger unterbinden sollen. Die Umsetzung hat bereits begonnen", erklärt das Unternehmen sein Vorhaben. Dennoch sieht sich Nestlé bereits einer Sammelklage von Kunden gegenüber, die dem Unternehmen Förderung von Sklavenarbeit in Thailand in Zusammenhang mit der in den USA vertriebenen Katzennahrungsmarke "Fancy Feast" vorwerfen.
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