Die ZG Raiffeisen-Gruppe Karlsruhe schließt das Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit einem positiven Ergebnis ab und zeigt sich solide. Das berichteten die Vorstände Lukas Roßhart und Dr. Holger Löbbert am gestrigen 5. Mai bei einer Pressekonferenz. Wegen der in Summe sehr anspruchsvollen Rahmenbedingungen sei 2025 sehr herausfordernd gewesen und „die ZG Raiffeisen-Gruppe konnte deshalb nicht an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen“.
Die anhaltend schwache Konjunktur, geopolitische Spannungen sowie steigende Bau- und Energiekosten wirkten sich spürbar aus – vor allem in den Bereichen Agrar und Baustoffe. Parallel dazu setzte die Unternehmensgruppe gezielt Investitionen in zukunftsrelevante Themen um. Für das laufende Jahr blickt die Geschäftsführung zuversichtlich nach vorne und rechnet mit einer Ergebnisverbesserung.
Der Umsatz der ZG Raiffeisen-Gruppe ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % auf 1,35 Mrd. Euro gesunken. Die Hauptursache dafür liegt in den gesunkenen Rohstoffpreisen in den Bereichen Agrar und Energie und der allgemeinen Kaufzurückhaltung. Der Konzernjahresüberschuss beträgt 1,5 Mio. Euro und liegt damit 0,2 Mio. Euro unter dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) der ZG Raiffeisen-Gruppe liegt 2025 bei 6,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank leicht von 25,4 % auf 25,0 %. Die Zahl der Mitglieder blieb nahezu stabil.
„Der Geschäftsverlauf 2025 in den ZG Raiffeisen Märkten war von der allgemeinen Kaufzurückhaltung im Einzelhandel geprägt“, erklärte Roßhart. „Die anhaltende Verunsicherung in der Bevölkerung zur politischen Weltlage, der Wirtschaft in Deutschland und Sorgen um den Arbeitsplatz ließen die Kunden weniger und preisbewusster einkaufen.“ Darüber hinaus habe die Gruppe im Verlauf des Jahres ihr Standortnetz konsolidiert und 5 Raiffeisen Märkte geschlossen.
Erfreulicherweise, so Roßhart, konnte das Ergebnis trotz eines Umsatzrückgangs von 1,9 % gegenüber dem Vorjahr flächenbereinigt stabil gehalten werden. „Maßgeblich hierfür waren rechtzeitig eingeleitete Maßnahmen zur Kosteneinsparung“, darunter auch die Schließung von fünf Märkten. Zum Jahresende hat die Genossenschaft 65 Raiffeisen-Märkte in Baden betrieben sowie unverändert zwölf Märkte der Vertriebslinie Trèfle Vert im Elsass und in Lothringen. „Flächenbereinigt haben wir auch in Frankreich plus/minus die Null-Linie erreicht“, so Roßhart.

Was die Sortimente angeht, so haben die Einzelhandelsstandorte der ZG Raiffeisen ihre Umsätze im Bereich Heimtiernahrung um 2,5 Prozent gesteigert. Innerhalb des Segments gab es Verschiebungen. Im klassischen Sortiment Hund und Katze ist der Umsatz gewachsen, rückläufig entwickelt hat sich jedoch die Warengruppe Wintervogelfutter. „Auch hier sehen wir: Das sind Segmente, die man nicht unbedingt braucht – Hunde- und Katzennahrung dagegen braucht man, denn das Tier hat man da“, erläuterte Roßhart. „Alle weiteren Segmente waren weitgehend stabil." Einen großen Anteil am Erfolg bei Heimtiernahrung schreibt die ZG Raiffeisen ihren Eigenmarken zu, die sie zu großen Teilen selbst in ihrem Werk in Kehl produziert.














