Um vergleichende Krebsforschung bei Mensch und Haustier sowie um Medikamente aus dem 3D-Drucker geht es in der dritten Folge von Telling Tails, dem Podcast des Agria-Forschungsfonds. Zu Gast bei Moderatorin Anki Yngve ist Henrik Rönnberg, Tierarzt und Professor an der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) in Uppsala. Gemeinsam mit Pharmazeutinnen und Pharmazeuten der Universität Uppsala entwickelt er 3D-gedruckte Medikamente für Haustiere, bei denen sich Dosierung, Geschmack und Tablettengröße individuell anpassen lassen. Tiere hätten ein ähnliches Problem wie Kinder, da Medikamente meist für erwachsene Menschen mit deutlich größerer Körpermasse ausgelegt seien, so Rönnberg.
In der vergleichenden Krebsforschung spielen bislang Hunde die größte Rolle, weil etwa Haut- und Gesäugetumoren entsprechenden Erkrankungen beim Menschen ähneln. Bei Katzen treten unter anderem aggressive Gesäugetumoren auf, die bestimmten Brustkrebsformen bei Frauen gleichen. Dass Katzen in der Schadenstatistik von Agria seltener mit Tumorerkrankungen auftauchen als Hunde, führt Rönnberg auf die früher eingeschränkte Diagnostik und die Konzentration der Forschung auf Hunde zurück. Inzwischen nähmen Katzenhalterinnen und Katzenhalter häufiger eine Krebsbehandlung für ihre Tiere in Anspruch.
Der Agria Forschungsfonds fördert seit 1938 Projekte zur Tiergesundheit. Die im Podcast vorgestellten Forschenden haben nach Unternehmensangaben ebenfalls Fördermittel aus dem Fonds erhalten. Telling Tails erscheint in acht europäischen Ländern, alle Folgen sind unter https://www.agriatierversicherung.de/uber-agria/telling-tails/ abrufbar.













