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Auch die Heimtierbranche leidet unter der Flut

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Elf Jahre nach der schweren Hochwasserkatastrophe von 2002 kam es in diesem Juni in weiten Teilen von Deutschland, Österreich und fünf osteuropäischen Ländern erneut zu Überflutungen. Wie schon 2002 war vor allem Sachsen stark vom Hochwasser betroffen. Einige Zoofachgeschäfte, die schon damals durch die gewaltigen Wassermassen teilweise oder komplett zerstört wurden, gehörten nun erneut zu den Opfern der Flut. Nachdem sie sich in den Jahren nach der letzten Flutkatastrophe unter großem persönlichen Einsatz ihre Existenz wieder aufgebaut haben, stehen sie nun erneut vor einem Neuanfang. Das ist besonders tragisch und erfordert von allen Betroffenen viel Mut und Durchhaltevermögen. Hier ist die gesamte Heimtierbranche gefordert, ihnen beim Neuaufbau zu helfen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen ist das Ausmaß der direkten Schäden im Zoofachhandel dieses Mal etwas geringer ausgefallen als 2002. Das hängt auch damit zusammen, dass einige der einst in Flussnähe gelegenen Geschäfte gar nicht mehr existieren oder ihre Standorte in den vergangenen Jahren woanders hin verlegt haben. Andere Zoofachgeschäfte, die ebenfalls im Überschwemmungsgebiet liegen, kamen mit dem Schrecken davon und erlitten nur kleinere Schäden. Nicht zu unterschätzen ist allerdings der indirekte Schaden, der den Zoofachhändlern in allen vom Hochwasser betroffenen Regionen entstanden ist. Tagelang waren ihre Geschäfte aufgrund der hohen Pegelstände nur schwer erreichbar. Die Kundenfrequenz ging stark zurück, auch weil wegen der zahlreichen Evakuierungen eine „normale“ Heimtierhaltung überhaupt nicht mehr möglich war. Manche Heimtierbesitzer mussten ihre Tiere sogar erst einmal in ihren Häusern und Wohnungen zurücklassen, wenn sich niemand fand, der sie aufnahm. Ganz dramatisch war auch die Situation in den Tierheimen. Viele von ihnen wurden überflutet, so dass die dort untergebrachten Tiere ebenfalls evakuiert werden mussten. Die zahlreichen Spenden, die aus der Heimtierbranche für die betroffenen Menschen und ihren Heimtieren gesammelt wurden, tragen viel dazu bei, die entstandene Not deutlich zu lindern. Doch solange sich die Lage in den betroffenen Gebieten nicht wieder entspannt hat und die Schäden nicht beseitigt sind, ist an Normalität nicht zu denken. Es wird Monate dauern, bis alles wieder im Lot sein wird. Es bleibt den betroffenen Zoofachgeschäften zu wünschen, dass sie diese Zeit, die von rückläufigen Umsätzen geprägt sein wird, überstehen werden. Download: Auch die…
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