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Der Coup

Nach monatelangen Spekulationen ist der Coup geglückt: Der Private-Label-Tiernahrungshersteller Deuerer und ein privater Investor haben die Mehrheit an Vitakraft übernommen. Die Familie Wührmann, die bisherige alleinige Eigentümerin des Bremer Traditionsunternehmens, soll aber auch künftig knapp unter 50 Prozent am Unternehmen behalten.
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Was Leser von PETonline Plus schon seit Anfang Juli wissen, ist Anfang August auch offiziell bestätigt worden: Die Gesellschafterstruktur bei dem Bremer Tiernahrungshersteller wird sich künftig grundlegend ändern. Als „alleinigen Grund“ für den Rückzug der Inhaberfamilie nannte Vitakraft in seiner Pressemitteilung vom 9. August „die Absicherung der Zukunft des Unternehmens“. Zu diesem Schritt habe sich die Unternehmerfamilie nach eigenen Angaben aufgrund einer zukunftsorientieren Expansionspolitik entschlossen. Darunter versteht das Unternehmen nach Angaben von Sprecher Dieter Meyer sowohl die Öffnung für neue Handelskanäle als auch die beschleunigte Expansion in neue Märkte, etwa nach Lateinamerika und weitere Länder Asiens. Unmittelbar nach der Bekanntgabe dieser Entscheidung ist Heiko Wührmann als Vorsitzender der Vitakraft-Geschäftsführung zurückgetreten und mit sofortiger Wirkung in den Ruhestand gegangen. Sein bisheriger Stellvertreter Dirk Strelow hat kommissarisch die Leitung des Gremiums übernommen. Wie die künftige Geschäftsführung des Unternehmens aussehen wird, dürften die kommenden Monate zeigen. Deuerer wird wichtiger Akteur Monatelang hat die Heimtierbranche über die Zukunft von Vitakraft spekuliert. In einigen Medien war Mitte Juli sogar die Rede davon gewesen, dass der Private-Label-Tiernahrungshersteller Deuerer das Bremer Traditionsunternehmen komplett übernehmen wird. Auch mit einer Minderheitsbeteiligung von 20 Prozent dürfte das Brettener Erfolgsunternehmen, das sich in nur wenigen Jahren zu einem führenden Produzenten von Hunde- und Katzennahrung in Europa entwickelt hat, künftig eine wichtige Rolle bei Vitakraft spielen. Über den unbekannten privaten Investor, der ab sofort Anteile in Höhe von über 30 Prozent an Vitakraft besitzen soll, heißt es offiziell nur, dass er seinen Namen nicht nennen wolle. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um ein größeres fränkisches Unternehmen handeln, das allerdings bisher mit der Heimtierbranche nichts zu tun hatte. Als international agierende Dachmarke für alle Heimtiersegmente beliefert Vitakraft weltweit Kunden in über 50 Ländern. Im Geschäftsbericht von 2011 wurde der Umsatz des Unternehmens mit 249 Mio. € angegeben; nach 264 Mio. € im Jahr zuvor. Davon entfallen 80 Mio. € auf den deutschen Markt, 155 Mio. € auf andere europäische Länder und 14 Mio. € auf Abnehmer außerhalb Europas. Sein Hauptaugenmerk will Vitakraft künftig auf die Volumenmärkte Hunde- und Katzennahrung richten. In diesem…
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