Michael J. Schönefeld
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Michael J. Schönefeld

Der Messe-Macher

Aqua Expo-Tage in Dortmund, Aquaristikreich in Nürnberg, Hamburger Vivaristiktage usw. - Michael J. Schönefeld lehrt die großen Messeveranstalter das Fürchten. pet sprach mit dem aquaristischen Tausendsassa über seine Visionen und Pläne.
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Geben Sie uns einen Überblick Ihrer Aktivitäten im Bereich der aquaristischen Publikumsmessen.

Ich veranstalte nun seit vier Jahren Aquaristikmessen deutschlandweit. Die meisten werden begleitet von Attraktionen wie das European Discus Championship, das Intercontinental Guppy Championship oder Nano-Aquascaping Shows bzw. Wirbellosen-Ausstellungen. Das sind wichtige Instrumente, die zwar viel Arbeit bedeuten, aber interessant sind für den Messebesucher. Seit vergangenem Jahr habe ich auch das "aquaMAG" als Werbemedium für meine Messen geschaffen. Ein gratis Magazin randvoll mit Themen um die Aquaristik, begleitet von sehr ausführlichen Vorberichten und Nachberichterstattungen zu meinen Messen.

Wie beurteilen Sie die generelle Situation an aquaristischen Publikumsmessen in Deutschland? Sind es zu viele? Sind sie professionell genug? Wo liegen die Baustellen? Wo die Probleme?

Nun ja, zu viele sind es nicht, lediglich die Termine sind teilweise problematisch, wenn am selben Tag innerhalb eines Großraumes zwei Messen parallel stattfinden, wie zuletzt in Karlsruhe und Stuttgart. Professionell genug und ob da Baustellen sind, kann man so nicht beantworten. Messebesucher und Aussteller müssen grundlegend unterscheiden, ob sie auf eine reine Aquaristikmesse gehen, oder auf eine Tiermesse, in der das Thema Aquaristik integriert ist.
Eine Messe mit integriertem Aquaristikthema erhöht natürlich die Chance, dass wir dem Hobby bisher fern gebliebene Menschen ansprechen, vom Hobby überzeugen und Begeisterung auslösen können. Werben für das Hobby Aquaristik, zeigen was alles möglich ist, welcher Zeitaufwand dahinter steckt, wo Anlaufstellen in der Region sind usw. Dies geht anhand von schön eingerichteten Schauaquarien sehr gut. Und da müssen meiner Meinung nach die großen Markenhersteller ins Spiel kommen. Seit Jahren haben wir einen Stillstand in der Branche, die Talsohle haben wir ja Gottseidank hinter uns gelassen, aber dafür, dass die Kurve wieder steiler nach oben geht, muss etwas mehr gemacht werden. Da sind Publikumsmessen, die unser Hobby als Thema integrieren, sehr gut geeignet. Aber das können dann nicht die kleinen Firmen oder Familienbetriebe alleine, das müssen die führenden Markenhersteller übernehmen. Da ist dann das vorrangige Ziel des Messeauftritts nicht ein Umsatzplus, sondern ein Werbeauftritt um neue Kunden zu finden und neue Leute für das Hobby zu begeistern. JBL und Sera haben dieses Problem schon länger erkannt. Aaber da gibt es ja noch mehr große…
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