ZZF-Fachtagung
Rund 100 Teilnehmer kamen zur ZZF-Fachtagung nach Berlin.
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ZZF-Fachtagung

Heimtierhaltung in der Politik

Zur dritten politischen Fachtagung, ganz im Zeichen der anstehenden Bundestagswahlen, lud der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe nach Berlin ein. Angekündigt wurde der Austausch mit Politikern, gekommen ist es anders.
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Positiv- und Negativlisten, endlose Diskussionen über das Für und Wider von Wildfängen, die Einflussnahme selbst ernannter Tierrechtler - die Heimtierhaltung macht vielerorts, ganz besonders im Zoofachhandel, keinen Spaß mehr. Wie sich die Heimtierhaltung in den Augen der Politik darstellt, sollte auf einer ZZF-Fachtagung in Berlin erörtert werden. "Den Politikern auf den Zahn fühlen, was ihre Position zum Thema Tierschutz ist", kündigte ZZF-Präsident Norbert Holthenrich in seiner Eröffnungsrede an.
Rund 100 Teilnehmer folgten der Einladung des Zentralverbandes, sie kamen überwiegend aus der Zoofachhandelsbranche sowie von Tierschutzvereinen und -verbänden. Sie alle wollten zu den Kernfragen diskutieren, zum Beispiel wie der illegale Tierhandel bekämpft, Qualzuchten und unverantwortliche Praktiken im Online-Handel vermieden sowie die Politik das Zusammenleben mit Heimtieren unterstützen und fördern kann, insbesondere wenn es um Empfänger von Arbeitslosengeld-II geht.

Kontroverse Diskussionspunkte

Nach einem Impulsvortrag des Veterinärmediziners und NDR-Fernsehtierarztes Dr. Fabian von Manteuffel zur Bedeutung von Heimtieren in der Gesellschaft startete die erste von zwei Podiumsdiskussionen mit Norbert Holthenrich, Dr. Manteuffel und Vertreterinnen von Pro Wildlife, Tasso sowie dem Tierschutzverein Berlin - hervorragend moderiert von Hörfunkjournalist Volker Wieprecht.
Dass Tierheime die Auffangbecken verfehlter Heimtierpolitik seien, betonte Ines Krüger vom Tierschutzverein Berlin und gab zu verstehen, dass die hohe Zahl an - zum Teil auch exotischen - Fundtieren nicht mehr von den Tierschutzvereinen finanzierbar ist. Um dieser Entwicklung zu begegnen forderte Sandra Altherr von Pro Wildlife, dass das Spektrum der tatsächlich zu haltenden Tiere deutlich reduziert werden müsse. Eine Positivliste von Arten, die für die Privathaltung geeignet sind, brachte sie ins Spiel. Hinzu komme, so Sandra Altherr weiter, dass die Bundesländer nicht einheitlich arbeiten. Pro Wildlife setze dabei nicht auf eine freiwillige Selbstverpflichtung des Handels, sondern fordert klare Gesetze zur Regulierung. Zu bedenken gab Ines Krüger an dieser Stelle, dass der Tierschutz zwar seit 2002 Bestandteil des Grundgesetzes ist, dort aber über einen kaum nennenswerten Stellenwert verfügt. 

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