Hundesnacks
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Hundesnacks - Markt

Nicht jede Neuheit wird zum Verkaufsrenner

Immer neue Snackvarianten für Hunde überschwemmen den Markt. Doch was kommt wirklich an bei den Endkunden? Das fragte pet bei drei Zoofachhändlern nach.
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"Gerollte Snacks in Stangen und fein getrocknete Snackstreifen in Huhn oder Ente" gehören in den Fressnapf-Märkten von Rudolf Böhm in Rüsselsheim, Groß-Gerau und Mörfelden-Walldorf zu den Verkaufsrennern. Im Zooeckla in Nürnberg nennt Inhaberin Katja Thienel als ihre Favoriten frische naturbelassene Kausnacks, die sie exklusiv anbietet, und "pure Fleischsnacks zu einem bezahlbaren Preis". Einen eindeutigen Trend zu naturbelassenen Produkten stellt auch Meike Carstensen, Inhaberin von Fini-Mini in Lübeck, fest. "Ohren, Nasen, Sehnen, Ziemer, Schlund und Pansen kommen bei uns viel besser an als künstlich hergestellte Kauknochen", sagt sie. Der Klassiker sei bei ihr allerdings seit vielen Jahren die getrocknete Rinderkopfhaut. Besonders beliebt seien bei ihr Kopfhauptplatten von zehn bis 20 cm Länge und Breite, bei denen Hunde den Rest nicht runterschlucken können, wie das bei schmalen Kopfhautstangen oder Ochsenziemern oft der Fall sei. Weitere Bestseller sind bei ihr Kaninchenohren mit Fell. Für Allergiker sind seit langem Produkte vom Pferd sehr gefragt. "Leider sind die Einkaufspreise in den letzten Jahren extrem gestiegen. Trotzdem bleibt die Nachfrage so hoch, dass wir oft Lieferengpässe haben. Dann weichen unsere Kunden auf Wild oder Fisch aus."

"Wenige echte Neuheiten"

Gab es in den letzten Monaten interessante Neuheiten von Markenartikelherstellern? Rudolf Böhm verweist auf die neuesten Snackprodukte von Nestlé Purina und die neuen lose Hunderinge von Trixie, die das Unternehmen im Juni auf seiner Hausmesse vorgestellt hat. Katja Thienel schwört auf die "Chicken Legs" von Gimborn ("So was gab's, glaube ich, noch nicht, oder?"), bedauert aber auch, dass viele angeblichen Snack-Neuheiten oft nur Geschmacks- oder Formvariationen bzw. Spielereien seien. "Da steckt man zum Beispiel einen Ochsenziemer zur Hälfte in eine ethisch korrekte, rechts- oder linksgerührte laktosefreie Knoblauch-Shrimps-Masse, verpackt das Produkt nett und hofft, dass es von einem Hipster gekauft wird", spottet sie. Auch Meike Carstensen ist der Ansicht, dass in letzter Zeit nur wenige interessante Neuheiten auf den Markt gekommen sind. Bei den Produkten, die zuletzt vorgestellt wurden, stellt sie einen anhaltenden Trend nach exotischen Produkten fest, etwa Snacks mit Insektenprotein oder mit Kamel- oder Känguru-Fleisch. "Wirklich durchgesetzt haben sich solche Produkte bei uns nicht." Dafür kaufen ihre Kunden in letzter Zeit besonders gerne Snackprodukte vom Wild, zum Beispiel Reh…
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