Marco Lubberich, Geschäftsführer Animonda
Marco Lubberich, Geschäftsführer Animonda
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Hundenahrung

„Die bestehenden Konzepte werden in Frage gestellt“

Welche Veränderungen auf den Markt für Hunde­nahrung stellen Sie in der Corona-Krise fest? Dies fragte das Fachmagazin pet ­einige führende Tiernahrungs­hersteller. Hier ihre Antworten.
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Dr. Jürgen Wigger, Geschäftsführer Bewital

Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, dass der Markt für Hundenahrung sehr stabil ist und wenig auf konjunkturelle Veränderungen reagiert. Die Kunden sind derzeit aber unsicher bzgl. der wirtschaftlichen Entwicklung. Das führt bei vielen zu dem Wunsch, die heimische Wirtschaft mit dem Kauf nationaler Marken zu stützen. Das könnte dazu führen, dass Kunden noch stärker auf Produkte aus Deutschland setzen. Bisher können wir nicht erkennen, dass Kunden aufgrund wirtschaftlicher Probleme verstärkt Produkte aus dem unteren Preissegment nachfragen. Das war auch in früheren Krisen nicht der Fall.Viele Züchter und Tierheime berichten uns, dass die Nachfrage nach Hunden noch nie so groß war wie derzeit. Das Wort vom 'Pandemic Puppy' macht die Runde. Es bleibt abzuwarten, wie stark sich dieser Effekt in der Zukunft auswirkt.

Marco Lubberich, Geschäftsführer Animonda

Die Corona-Krise führt bei den Lieferketten dazu, dass die bestehenden Konzepte bzgl. Digitalisierungsgrad, Transparenz, aber auch Mitarbeiterstrukturen (u.a. Home-Office, Werkverträge) in Frage gestellt und Änderungen bedeutend schneller umgesetzt werden. Dies ist langfristig gesehen für den Kunden ein erheblicher Vorteil, um mit qualitativ hochwertigen Produkten sicher beliefert zu werden.

Stephan Hoose, Geschäftsführer Josera

Wenn es weltweit zu einem dauerhaften Einkommensrückgang kommen sollte, könnte ich mir ein Downselling von Super-Premium auf Premium vorstellen. Auch die One-Stop-Buy-Strategie vieler Endkunden hat dem einen oder anderen Fachhändler manchen Kunden abgezogen. Dank unseres selektiven Vertriebssystems mit den Josera-Exklusiv-Produkten konnten wir jedoch ein zusätzliches Standbein in Krisenzeiten anbieten. Wie in Spanien und Italien mehren sich auch in Deutschland die Anzeichen, dass verstärkt neue Haustiere in Haushalte einziehen. In meinen Augen dreht sich die Welt mehr im Mikrokosmos, die Reiselust ist momentan etwas gedämpft, und Tiere helfen in Zeiten von Social Distancing, nicht zu vereinsamen.

Felix Vos, Geschäftsführer Mera Tiernahrung

Wir haben Hamsterkäufer und den 'Klopapier-Effekt' ebenfalls stark gespürt. Es gab sehr starke Monate, in denen die Bevorratung der Endkunden im Fokus stand. Hier waren wir zum Glück in der Lage, die Mehrmengen auch zur Verfügung zu stellen. Derzeit haben sich die Entwicklungen wieder normalisiert. Es wirkt für uns, als hätte der Onlinehandel stärker profitiert als der stationäre Handel. Ob dies ein…
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