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Die Nachfrage nach Heimtieren ist in diesem Jahr spürbar gewachsen. Die Heimtierbranche profitierte davon. Foto: Candid Shots, Pixabay
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Jahresrückblick

Neue Sehnsucht nach einem Heimtier

Die Heimtierbranche hat sich auch in Corona-Zeiten als krisensicher erwiesen. Viele Firmen aus Industrie und Handel erwirtschafteten 2020 hohe Umsatzzuwächse und gehen trotz einer ungewissen Zukunft optimistisch ins neue Jahr.
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Das Jahr 2020 begann für den Zoofachhandel sehr ansprechend. Doch erst richtig in Schwung kamen die Umsätze, als unmittelbar vor dem Lockdown die Hamsterkäufer den Zoofachhandel stürmten, um sich in der Krise mit Streu, Heu, Trockennahrung und anderen Bedarfsmitteln für ihre Heimtiere einzudecken. Als die Gaststätten und viele Geschäfte schließen mussten, hatte der als systemrelevant geadelte Zoofachhandel weiterhin offen und wurde für viele Menschen zu einem neuen Sehnsuchtsort. Die beschränkten Freizeitmöglichkeiten und die Warnungen vor einem Urlaub im Ausland wirkten sich für die Heimtierbranche ebenfalls positiv aus. Viele Menschen blieben wirklich zu Hause und machten es sich dafür in ihren eigenen vier Wänden schön. Davon profitierten nicht nur Bau- und Gartenmärkte, sondern auch der Zoofachhandel, weil die Nachfrage nach Heimtieren im Frühjahr und Sommer nach übereinstimmender Meinung von Branchenakteuren kräftig gestiegen ist. Viele Deutsche entwickelten in der Krise Sehnsucht nach einem Heimtier und mit mehr Tieren ging im Zoofachhandel natürlich auch der Umsatz mit Futter und Zubehör in die Höhe.

Aufschwung für alle

 Einen Teil des Geldes, das die Deutschen ansonsten für Fernreisen, Kulturveranstaltungen und exquisite Kleidung ausgeben, ließen sie nun im Zoofachhandel, um ihre Heimtiere mit möglichst leckerem Premium-Futter und attraktivem Zubehör zu verwöhnen. Selbst Tiergruppen wie die Aquaristik und die Terraristik, die in der Vergangenheit nicht gerade zu den Wachstumstreibern der Heimtierbranche gehörten, legten plötzlich wieder kräftig zu. Davon profitierten vor allem viele unabhängige Zoofachhändler.
Vermutlich noch höhere Zuwächse als der stationäre Handel verzeichneten aber die führenden Onlinehändler der Branche. Die Nachfrage war so groß, dass die Firmen Probleme hatten, ihre Kunden zeitnah zu beliefern. Europas führender Online-Zoofachhändler Zooplus hob für das aktuelle Geschäftsjahr gleich mehrmals seine Jahresprognose nach oben. Auch Fressnapf, Zoo Royal, Pet Premium und andere Onlinehändler dürften in diesem Jahr Rekordumsätze erwirtschaftet haben.  

Viele Herausforderungen

Obwohl die Kassen im Zoofachhandel klingelten, war 2020 für viele Unternehmen dennoch kein leichtes Jahr. Im März mussten innerhalb weniger Tagen die strengen Abstands- und Hygienebestimmungen in den Geschäften umgesetzt und später immer wieder neu den aktuellen Corona-Regeln angepasst werden. Vor allem das Verkaufspersonal hatte in diesem Jahr keinen leichten…
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