Fressnapf hat sein Filialnetz in Deutschland um ein Kleinflächenformat für Innenstadtlagen erweitert: Am 20. August eröffnete an der Hohenzollernstraße 13–15 in München-Schwabing der erste Fressnapf City im deutschen Markt. Das zugrunde liegende Urban-Store-Konzept ist innerhalb der Gruppe bereits in Kopenhagen, Paris, Lyon und Warschau im Einsatz. Die Verkaufsfläche beträgt rund 115 m², geöffnet ist von 9 bis 20 Uhr.
Auf dieser Fläche stehen rund 2.500 Artikel, erklärte Sales Director Adriano Iemma. Großgebinde entfallen weitgehend – wer in der Innenstadt einkauft, parkt in der Regel nicht vor der Tür. Dafür arbeitet der Markt stärker mit Impulsware, der Mix ist etwas premiumlastiger als im ländlichen Raum, Schwerpunkte sind Katze und kleiner Hund. Eine klassische Lagerfläche gibt es hier nicht. Beliefert wird über Rollbehälter statt Europaletten. Angebunden ist der Markt an Click & Collect, Friends-Vorteile und App-Aktionen; mit dem Lieferdienst Wolt startet Fressnapf von Beginn an.

Für Deutschland rechnet das Unternehmen mit einem Potenzial von rund 70 Urban-Standorten. Fünf Eröffnungen sind für dieses Jahr vorgesehen, ab dem kommenden Jahr sollen 10 bis 15 pro Jahr folgen. Infrage kommen dabei nicht nur München, Berlin oder Hamburg, sondern auch Städte mit kleinerem Einzugsgebiet.
„Expansion bedeutet heute mehr, als neue Standorte zu eröffnen“, erläuterte Deutschlandchef Norbert Marschallinger. Genauso wichtig sei es, Konzepte kontinuierlich weiterzuentwickeln und auf veränderte Kundenbedürfnisse auszurichten. Fressnapf City zahle gut auf die Omnichannel-Strategie des Unternehmens ein.
Deutschland bleibt mit 1,15 Mrd. Euro Netto-Handelswarenumsatz und einem Anteil von 33 Prozent der größte Einzelmarkt der Gruppe. 2025 eröffneten Unternehmen und Franchisepartner:innen 22 Märkte, aktuell sind es 1.012 Standorte. Im ersten Quartal 2026 habe sich Fressnapf Deutschland stärker entwickelt als der Markt, heißt es aus Krefeld.
Oliver Mengedoht












