Stephan Schlüter (r.) diskutierte mit Anke Nagler (v.l.), Dr. Stefan Knoop und Ulrich Strunk. 
Stephan Schlüter (r.) diskutierte mit Anke Nagler (v.l.), Dr. Stefan Knoop und Ulrich Strunk. 
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Mehr Wert statt mehr Tiere

Zum vierten Mal hat die Zooma Handel, Industrie und Ver­bände nach Hückeswagen eingeladen. An den Ständen ging es vielen Ausstellern mehr um Kontaktpflege als um Aufträge.
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Rund 180 Gäste kamen nach Angaben der Zooma am 29. und 30. September an den Firmensitz in Hückeswagen; Mehr als 40 Industrieunternehmen waren mit Partnerständen vertreten. Unter den Besucherinnen und Besuchern aus Zoofachhandlungen und Fachabteilungen waren auch Vertreter von Kiebitzmarkt, Pflanzen Kölle und Drogerie Müller. Geschäftsführer Adin Mulaimovic zeigte sich „sehr, sehr zufrieden“: Es habe wenige Absagen gegeben, dazu seien einige Neukunden gekommen, die ihre Läden erst im Frühjahr eröffnen.

Den Auftakt bildete wie in den Vorjahren eine interne Tagung für die Zookauf-Konzeptpartner. Mulaimovic und Takefive-Meida-Geschäftsführer Stephan Schlüter, der auch die Talks moderierte, sprachen dort über die Marktlage, die neue IT-Systemarchitektur der Zentrale und die Werbeplanung 2027.

Erstmals gab es zudem einen eigenen Zooma-Stand für die Konzeptpartner, an dem unter anderem das Artikeldatentool (PIM) und ein Analysewerkzeug für Standortvergleiche gezeigt wurden. Allein im vergangenen Jahr habe die Zooma 46 Märkte mit Abteilungen eingerichtet und vier komplett neu ausgestattet, so Mulaimovic. Künftig wolle die Zentrale auch Berufskleidung anbieten und Händler sollen eine T-Shirt-Presse für Events mieten können.

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Nadine und Ludmila Vogel ­kommen von der Ostsee zur Zooma. (Quelle: Dähne Verlag, Mengedoht)

Tiergesundheit erklärungsbedürftig

„Ich denke, die Tiergesundheit ist angekommen im Handel“, sagte Ulrich Strunk, Gebietsleiter Vertrieb und Key Account Manager bei Interquell, im ersten Talk. Das Feld biete dem Handel weit mehr Möglichkeiten als noch vor zehn Jahren. Tierarzt Dr. Stefan Knoop dämpfte womöglich überzogene Erwartungen: „Der Begriff Longevity geht mir eigentlich etwas zu weit.“ Das Versprechen eines wirklich gesunden, längeren Lebens stoße an Grenzen, die häufig schon die Rasse vorgebe: „Die Dogge wird 10 und der Chihuahua wird 16 – ganz pauschal gesagt.“

Für den Fachhandel sei Tiergesundheit aber eines der wenigen Themen, mit denen er sich noch vom Wettbewerb absetzen könne, so Knoop. Leicht sei das nicht: „Ein Tiergesundheitsregal ist das schwierigste Regal, was die Leute sich in den Markt holen können.“ Es verkaufe sich nicht von selbst und sei anfangs kein großes Umsatzthema, sondern eine Frage des Vertrauens. Der Handel solle sich um Alltagsprobleme kümmern und bei anhaltenden Beschwerden an die Tierarztpraxis verweisen.

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