Wohin geht die Reise mit dem Hundefutter und den Preisen?
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Analyse

Stabil auf hohem Niveau

Nach Jahren kräftiger Preissprünge hat sich der Markt für Hundefutter zuletzt etwas beruhigt. Die Halter geben weiter viel aus, aber nicht beliebig mehr.
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Rund 429,7 Millionen Euro haben die Kommunen 2025 an Hundesteuer eingenommen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Welthundetag am 10. Oktober mitteilte. Das sind 0,1 Prozent weniger als im Rekordjahr 2024, aber ein Drittel mehr als 2015. Auf mehr Hunde lässt das nicht schließen, weil jede Gemeinde ihre Sätze selbst festlegt. IVH und ZZF beziffern den Bestand auf rund zehn Millionen Hunde.

Deutlich aufschlussreicher ist für die Branche ein zweiter Wert: Hunde- und Katzenfutter (nicht einzeln erfasst) verteuerten sich 2025 nur noch um 0,4 Prozent, die Verbraucherpreise insgesamt stiegen um 2,2 Prozent. Gegenüber 2020 liegt Tiernahrung allerdings um 35,8 Prozent höher, das allgemeine Preisniveau dagegen nur um 21,9 Prozent.

Das passt zu den Marktzahlen von IVH und ZZF. Mit Hundenahrung setzte der stationäre Handel 2025 insgesamt knapp 1,8 Milliarden Euro um, 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei leicht gestiegenen Preisen dürfte auch die abgesetzte Menge etwas gesunken sein. Feucht- und Trockenfutter verloren, gewachsen sind allein die Snacks, um 2,1 Prozent auf 768 Millionen Euro. Eine breite Premiumisierung des Hauptfutters lässt sich daraus nicht ablesen.

Ansprüche ja, Luxus nein

Der Rudelreport der Projektmeisterei, für den in Kooperation mit pet Marktforscherin Jessica Schwamborn im August vergangenen Jahres 601 Hundehalterinnen und Hundehalter repräsentativ befragte, bestätigt das. Im Schnitt geben die Halter nach eigener Schätzung 79 Euro im Monat für die Ernährung ihres Hundes aus, Leckerli eingeschlossen. Der Median liegt bei 60 Euro, nur ein Viertel kommt auf mehr als 100 Euro. 37 Prozent versuchen derzeit, bei der Hundehaltung zu sparen, 31 Prozent sorgen sich, dass Futter immer teurer wird.

Hohe Ansprüche bedeuten deshalb nicht automatisch den Griff zum teuren Produkt. Wer das Futter wechselt, tut das am häufigsten wegen besserer Qualität (16 Prozent); ein günstigerer Preis (4 Prozent) oder eine Rabattaktion (3 Prozent) geben selten den Ausschlag. Amw meisten investiert die Generation Z mit 94 Euro im Monat.

Für den Fachhandel ist das eine gute Ausgangslage: Beim Hauptfutter nennen 49 Prozent das Tierfachgeschäft als überwiegende Einkaufsstätte, bei Snacks 60 Prozent. Auch die Dogorama-Umfrage auf den folgenden Seiten zeigt, dass Verträglichkeit und Qualität mehr zählen als die Marke. Wachstum entsteht derzeit weniger über den Preis als über Nutzen, Ergänzung und Beratung.

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