Wer einen Erlebnisraum schafft, lockt mehr Kunden an, wie ADM Aqua Design Manuel in Gladbeck.
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Vom Verkaufsraum zum Erlebnisort

Wie Zoofachhändler mit der richtigen Flächenstrategie 2026 erfolgreich bleiben: Wer in Beratungskompetenz, Erlebnisqualität und Services investiert, kann auch als inhabergeführtes Fachgeschäft erfolgreich sein.
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Die meisten Zoofachhändler messen Umsatz pro Quadratmeter. Diese Kennzahl zeigt lediglich, was gestern war – nicht, warum Kunden morgen wiederkommen. Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie viel Umsatz macht meine Fläche? Sondern: Welche Rolle spielt sie für meine Kunden?

Ein Zoofachhändler in Norddeutschland mit 420 m2 Verkaufsfläche hatte 2024 seine Strategie radikal geändert. Statt die Aquaristikabteilung wegen sinkender Flächenproduktivität zu verkleinern, baute er sie zum Erlebnisbereich aus: Aquascaping-Workshops, Wasserwert-Analysen vor Ort, eine Instagram-taugliche Schauaquarien-Galerie. Ergebnis nach zwölf Monaten: Die Verweildauer im Store stieg um 40 Prozent, die Wiederkaufsrate bei Workshop-Teilnehmern liegt bei 78 Prozent, der Gesamtumsatz wuchs um 12 Prozent – bei gleichbleibender Fläche.

Was hat sich geändert? Die Kennzahl. Statt „Umsatz pro Quadratmeter” steuert der Händler heute nach „Erlebnis pro Quadratmeter”: Welche Flächenmerkmale zahlen auf Frequenz, Verweildauer, Kundenloyalität und letztlich Umsatz ein? Das ist kein esoterisches Konzept, sondern messbare Strategie.

Sieben Rollen – welche passen zu Ihrem Geschäft?

Stationäre Fläche erfüllt heute unterschiedliche Funktionen. In unserer Beratungspraxis haben wir sieben zentrale Rollen identifiziert, die über Erfolg entscheiden:

  1. Transaktionsort: Effizienter Einkauf, Click & Collect, schnelle Warenverfügbarkeit. Die Basisfunktion – aber nicht mehr alleinstellend. Wer nur Transaktionsort ist, konkurriert direkt mit Amazon -Abholstationen.
  2. Showroom/Inszenierung: Produkte erlebbar machen – von der Aquarientechnik bis zum Premium-Futter. Hier geht es um Anfassen, Vergleichen, Verstehen. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten (Filteranlagen, orthopädische Hundebetten, Vogel-Volieren) unschlagbar.
  3. Service-Hub: Beratung zu Tierernährung, Aquarienwasser-Analysen, Krallenpflege, Reparatur-Services. Persönliche Beratung ist schwer digitalisierbar. Aquarienwasser-Analysen, Futterberatung für Allergiker-Hunde oder Terrarien-Planung schaffen echte Bindung.
  4. Community-Treffpunkt: Austausch unter Tierhaltern, lokale Verankerung, Hundetreffs, Züchter-Stammtische. Wer Community schafft, verkauft nicht nur Produkte, sondern Zugehörigkeit. Das bindet emotional und immunisiert gegen Preisvergleiche.
  5. Erlebnisraum: Events, interaktive Stationen für Kinder, Streichelgehege, Thementage. Hier wird Einkaufen zum Ausflugsziel. Besonders wirksam für Familien und als Frequenzbringer am Wochenende.
  6. Lernort: Workshops…
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