Wie hat das Store Design Team das Urban-Store-Format entwickelt?
Das Urban-Store-Format wurde vollständig intern entwickelt. Wir haben analysiert, welche Elemente sich aus dem bestehenden „Future-Store-Konzept“ bewährt haben und wie sich diese auf kleinere, innerstädtische Flächen übertragen lassen. Aber: sie sind deutlich mehr als „kleine Future-Stores“. Urbane Standorte bringen sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen mit sich. Vom schmalen Zuschnitt bis hin zu denkmalgeschützten Gebäuden.
Deshalb arbeiten wir mit einem modularen Ladenbau: Bewährte Elemente bleiben erhalten, lassen sich aber flexibel anpassen. So können wir Flächen effizient nutzen und zugleich auf lokale Besonderheiten – auch hinsichtlich der völlig anderen Zielgruppen reagieren. Mit der weiterentwickelten Counterkasse haben wir beispielsweise ein neues Element integriert, das den Servicegedanken unterstreicht und den Checkout-Prozess optimiert.
Inwiefern integriert der Ladenbau des Urban-Stores smarte Technologien?
Wir setzen bewusst auf Lösungen, die sich nahtlos in den Einkaufsalltag einfügen. Viele Menschen bevorzugen die Nutzung ihres eigenen Devices. Daher nutzen wir statt zusätzlicher Geräte im Markt Regal- und Flächenkommunikation, um Kund:innen mit ihrem eigenen Smartphone zu weitergehenden Informationen oder auf unser Online-Sortiment zu führen.
So entsteht eine digitale Regalverlängerung ohne zusätzliche Hardware, dafür verknüpft mit unserem Loyalty-Programm „Fressnapf Friends“. Produkte, die im kompakten Store nicht verfügbar sind, können ganz einfach online bestellt werden. Digitale Signage-Elemente unterstützen die Orientierung und machen die Verbindung von stationärem Einkauf und Onlineangebot erlebbar.
Welche Retail-Tech-Lösungen machen das Urban-Store-Erlebnis nahtlos omnichannel-fähig?
In unseren Urban Stores greifen die gleichen Angebote, die das Einkaufen auch in unseren Future-Stores angenehm machen: Unsere Kund:innen können ganz bequem von zuhause bestellen und per Click & Collect in den Markt oder als Lieferung etwa via Quick Commerce nach Hause liefern lassen. Wir haben in Dänemark den Fall, dass sich ein Kunde die Ware aus dem Urban Store, der sich im Erdgeschoss seines Wohnhauses befindet, in die dritte Etage liefern lässt. Auch wenn das sicherlich Schmunzeln lässt, zeigt es doch die besondere Kundenstruktur und -bedürfnisse in urbanen Gegenden.













