Praktiker beantragt Teilinsolvenz

12.07.2013
Betroffen sind acht operative Gesellschaften der AG. Der Antrag für die Praktiker AG wird nachgereicht. Der Betrieb aller Märkte soll uneingeschränkt aufrechterhalten werden

Die Praktiker AG hat heute beim Amtsgericht Hamburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Schritt war notwendig geworden, nachdem die Verhandlungen über eine weitere Sanierungsfinanzierung gescheitert waren und auch der Verkauf der Anteile an der luxemburgischen Tochtergesellschaft Bâtiself S.A. nicht abgeschlossen werden konnte. Das Unternehmen macht für die Probleme des Unternehmens unter anderem den langen Winter, lang anhaltend schlechtes Wetter und einen damit verbundenen massiven Einbruch der Baumarktkonjunktur verantwortlich. Reagiert hat auf den Absturz des Unternehmens auch die Praktiker-Aktie: Die Papiere verloren rund 60 Prozent und sind nun noch 0,14 € wert (Stand: 12. Juli). Alle Aktien zusammen würden augenblicklich eine Marktkapitalisierung von rund 12,3 Mio. € erreichen.
Der Insolvenzantrag erstreckt sich zuerst auf insgesamt acht operative Teilgesellschaften in Deutschland. Der Insolvenzantrag für die AG soll nachgereicht werden. Die Praktiker- sowie die Extra-Bau+Hobby-Märkte sollen im Rahmen eines vorläufigen Insolvenzverfahrens fortgeführt werden.
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