Internethandel

Verband beklagt Online-Beschränkungen durch Lieferanten

Internethandel
Oliver Prothmann, BVOH-Präsident, schätzt den entstehenden Schaden durch Online-Zugangsbeschränkungen auf mehrere Milliarden Euro im Jahr.
07.07.2016

Die Zukunft des Onlinehandels ist nach Meinung des Bundesverbandes Onlinehandel (BVOH) bedroht. Die Existenz tausender kleiner und mittelständischer Onlinehändler stünde in Deutschland und anderen europäischen Ländern auf dem Spiel, weil sie Opfer wettbewerbswidriger Verhaltensweisen von Herstellern und Markeninhabern seien.
Allein in Deutschland macht, nach einer Pressemitteilung des Verbandes, rund ein Fünftel der Onlinehändler aufgrund dieser Beschränkungen einen jährlichen Verlust von mehr als 25 Prozent. Das ist das Ergebnis einer von "Choice in eCommerce - der Initiative für Vielfalt und Innovation im Onlinehandel" durchgeführten Umfrage. Die europaweite Erhebung mit über 7.000 Unternehmen wurde von der Initiative im Auftrag des (BVOH) durchgeführt.
"Der Schaden beträgt Jahr für Jahr Milliarden Euro", sagt BVOH-Präsident Oliver Prothmann. Mehr als 10.000 Unternehmen mussten bereits Mitarbeiter entlassen, so eine BVOH-Schätzung.
Vertriebsbeschränkungen, auch illegale, seien heute in der Europäischen Union über alle Sortimentsbereiche weit verbreitet. Fast 2.000 Hersteller und Marken, die - branchenübergreifend - den Verkauf via Internet untersagen oder behindern, wurden in der Umfrage von den Händlern benannt. Zu den Lieferanten mit Online-Beschränkungen gehören unter anderem Karlie, Royal Canin und Eheim. Die gesamte Liste finden Sie hier.
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Das neue Abo: Print – Digital – Online
Jetzt gratis testen
Fachzeitschrift für den Zoofachhandel und die gesamte Heimtier-Branche
Lesen Sie auch