Rund 30 Prozent der Hundehalter geben an, dass ihr Hundefutter gesundheitsfördernde Zusätze enthält. Ähnlich viele Halter nutzen Supplements. Das bedeutet: Gesundheit wird nicht erst beim Tierarzt verhandelt. Dies zeigt der aktuelle Rudelreport.
Der Studie zufolge konkurrieren Tierarzneimittel längst nicht mehr nur miteinander, sondern auch mit Angeboten aus anderen Märkten wie Futterergänzungen oder funktionalem Futter. Zusätzlich werden Halter immer aktiver, suchen selbst nach Lösungen und wenden bei bestimmten Symptomen lieber Hausmittel als ein Tierarzneimittel an.
Der Wettbewerb entsteht somit bereits im Kopf des Halters, heißt es. Wenn etwa ein Spezialfutter „für Gelenke“ gekauft wird, entstehe bereits ein Gefühl von Handlungskompetenz. Das Problem wird adressiert, eventuell eben auch ohne Therapie. Tierärzte sind nicht mehr alleinige Deutungsautorität im Bereich Tiergesundheit. Für Tierpharmaunternehmen entsteht hier ein vorgelagerter Entscheidungsraum, der strategisch relevant ist.
Qualität, Nutzen und Sicherheit entscheidend
Repräsentative Daten zeigen außerdem: Nachhaltigkeit oder Innovationsargumente sind keine primären Treiber bei Gesundheitsentscheidungen. Qualität, wahrgenommener Nutzen und Sicherheit dominieren.
Genau diese Narrative nutzen funktionale Futter- und Supplementanbieter erfolgreich. Sie besetzen Indikationen kommunikativ, und das auch schon bevor eine medizinische Therapie überhaupt in Betracht gezogen wird. Die strategische Frage für Tierpharmaunternehmen lautet daher nicht nur „Wie wirksam ist unser Produkt?“, sondern: „Wie positionieren wir uns im Gesundheitsnarrativ des Halters?“. Die Rudelreport-Studien in Kooperation mit pet beleuchten regelmäßig Themen wie Gesundheit, Ernährung und Pflege von Haustieren. Weitere Informationen stehen unter www.petonline.de/rudelreport bereit.












