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1998, Nr. 5, S. 92
REPORT
Eigenmarken im Fachhandel
Aussicht auf gute Geschäfte
Im Lebensmittelhandel sind sie schon seit langem auf dem Vormarsch,
im Zoofachhandel gewinnen sie nun ebenfalls rasch an Bedeutung
Die Raiffeisenmärkte und Gartencenter haben es vorgemacht, die Zoofachhandelsketten
ziehen nun mit Vollgas nach. Ob "Pfiff", "Multifit",
"Unser" oder "Lex": Eigenmarken haben derzeit Hochkonjunktur,
bei Freßnapf ebenso wie bei Futterhaus, den Kiebitzmärkten, Kölle-Zoo
und Wewo.
 
Die Industrie verfolgt diese Entwicklung mit gemischten Gefühlen.
Einerseits wächst den Firmen mit den Handelsmarken eine neue Konkurrenz
heran, andererseits erhoffen sich nicht wenige Hersteller davon auch einen
Rückgang des Preisverfalls bei den Markenartikeln. Die Rechnung könnte
aufgehen: Da sich Eigenmarken in der Regel auf das untere und mittlere Preissegment
beschränken, besteht die Hoffnung, daß Fachhandelsmarken im Premium-Bereich
von dem Preiskrieg künftig ungeschoren bleiben. Am meisten profitieren
von dem einsetzenden Eigenmarken-Boom wohl Industrieunternehmen, die im
Inland über eigene Produktionsstätten verfügen. Sie versprechen
sich von dem Aufschwung von Private-Label-Produkten im Fachhandel gute Geschäfte.
Erfolgreich mit "Unser"-Katzenstreu: Kölle-Zoo.
 
Eigenmarken im Zoofachhandel haben eine lange Tradition. Die egesa-zookauf
und der Zoo-Fachring bieten ihren Mitgliedern schon seit einigen Jahren
ein vielfältiges Angebot an interessanten Eigenmarken an. Viele Zoofachhändler
füllen zudem schon seit langem Vogel- und Nagerfutter selbst ab. Inzwischen
wurden die Eigenmarken sogar auf andere Warengruppen ausgeweitet. Mit dem
verstärkten Einzug des Computers können Zoofachhändler ohne
großen Kostenaufwand eigene Etiketten herstellen und sich damit von
ihren Mitbewerbern deutlich abgrenzen.
Hinzu kommt, daß sich mit Eigenmarken gute Spannen erwirtschaften
lassen. Die BBE Unternehmensberatung weist in ihrem neuen Branchenreport
"Heimtierbedarf" anhand verschiedener Beispiele nach, daß
der Rohgewinn bei einer Eigenmarke wesentlich höher liegt - bei 500
g Wellensittichfutter etwa um das Dreifache - als bei dem entsprechenden
Markenprodukt. Bei 1 kg Trocken-Hundefutter besteht die Differenz zwischen
Rohgewinn bei Eigenmarken bzw. bei Markenartikeln immerhin noch über
10 Prozent.
 
Eigenmarken-Start mit "Multifit": die Freßnapf-Gruppe.
 
In Mode gekommen ist in letzter Zeit der Verkauf von losen Futtermitteln
in Futterbars. Diese vermitteln den Kunden nicht nur das Gefühl von
Kompetenz und…
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