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2000, Nr. 1, S. 38 Handel    Verdrängungswettbewerb im Norden Großhandel funkt S.O.S. Über dem Großhandel ziehen sich düstere Wolken zusammen. Besonders in Norddeutschland schreitet der Verdrängungswettbewerb gnadenlos voran       Im norddeutschen Großhandel geht die Angst um. Während einige Firmen vor dem Abgrund stehen, will die Firma Logipet ihre Lagerfläche verdoppeln.    Im vergangenen Herbst kam es knüppeldick. Erst musste das renommierte Familienunternehmen Dill & Müller ­ nach mehrmonatigen, letztlich gescheiterten Versuchen, einen Käufer für die Firma zu finden ­ einen Insolvenzantrag stellen. Dann platzte die Meldung auf den Tisch, dass Wilfried Holthöwer den Großhändlerverbund "Nord West" verlassen wird. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass das Saatgroßhandelsunternehmen Carl Beiselen die Gero GmbH übernommen hat und deren Aktivitäten am Vertriebsstandort Dülmen weiterbetreiben wird. Und dann wurde Anfang Dezember auch noch bekannt, dass das in Norddeutschland stark engagierte Großhandelsunternehmen Vos, Schwalmtal, an die L. Stroetmann Saat, Münster, verkauft wird. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Mitteilung des Tiernahrungsanbieters IPH Hübers, künftig mit dem neu gegründeten Bereich "Petlog" "den Einzelhandel auch dort zuverlässig zu betreuen und zu beliefern, wo die (bestehenden) Großhandelspartner nicht flächendeckend und/oder nicht ausreichend vertreten sind". Ganz besonders pikant wird diese Meldung, wenn man sich die Namen der drei neuen Firmenmitarbeiter ansieht, mit denen IPH Hübers ihr Vorhaben in die Tat umsetzen will: Wilfried Holthöwer, Corstiaan Vos und Hubert Berger. Letzterer ist ­ wie seine beiden Kollegen ­ ebenfalls Großhändler. Sein Liefergebiet lag bis vor kurzem in den neuen Bundesländern.    Vor dem Hintergrund, dass in den kommenden Monaten eine weitere Lichtung der Großhandelslandschaft bevorsteht, ist das Vorgehen von IPH Hübers nur allzu verständlich. Auch andere Industrieunternehmen machen sich schon seit langem ernsthafte Gedanken, wie sich der Einzelhandel in Zukunft flächendeckend beliefern lässt. Einige Firmen sind sogar schon dazu übergegangen, ihre Kunden selbst mit Ware zu beschicken ­ wenn auch oft nicht mit dem erwünschten Erfolg.       Ein Bild aus besseren Tagen: Das renommierte Großhandelsunternehmen Dill & Müller hat im Oktober einen Insolvenzantrag gestellt.    Die Sorgen in der Industrie sind nicht unbegründet. Das Sterben einiger Großhandelsunternehmen steht in engem…
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