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„Einzelkämpfer“ im Zoofachhandel

Wenn ein Fachhändler ein gutes Sortiment anbietet, auf Service setzt und sich nicht von jeder Preissenkungsaktion der Wettbewerber anstecken lässt, kann er sich am Markt behaupten - auch auf kleiner Fläche

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Zoofachhandelsbetriebe, die weder einer Kooperation noch einer Franchiseorganisation angehören, haben auf Dauer keine Chancen am Markt. So lautet eine weit verbreitete Meinung. Das stimmt nur teilweise. Richtig ist, dass auch in der Heimtierbranche der Marktanteil von Fachhandelsketten zu Ungunsten kleiner unabhängiger Händler ständig zunimmt. Dieser Trend ist in den meisten Branchen zu beobachten und hängt auch mit der mittelstandsfeindlichen Politik in Deutschland zusammen. Die Änderungen bei den Eigenkapitalrichtlinien (Stichwort: Basel II) dürften die Situation noch verschärfen. Richtig ist auch, dass in einigen Teilen Deutschlands, vor allem in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen, die Zahl der „Einzelkämpfer“ mehr und mehr zurückgeht. In diesen Regionen sind die Ketten besonders stark und zahlreich vertreten.
Anders sieht die Lage jedoch nach wie vor in Süddeutschland sowie in den neuen Bundesländern aus. Obwohl in den zurückliegenden Jahren die Konkurrenz im bayerischen Zoofachhandel deutlich größer geworden ist, wird der dortige Markt im großen und ganzen weiterhin überwiegend von Zoofachhändlern bestimmt, die keiner der gängigen Fachhandelsgruppen angehören. Ketten tun sich in dem Freistaat nach wie vor schwer. Auch in den neuen Bundesländern, aber auch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen behaupten sich „Einzelkämpfer“ vergleichsweise gut. Zum Teil mag dies mit den Einkaufsgewohnheiten und der Mentalität der dortigen Bewohner zusammenhängen. Zum Teil aber auch mit den Zoofachhändlern selbst, die sich von Ketten offenbar nicht so schnell einschüchtern lassen.
Wenn ein Fachhändler ein gutes Sortiment anbietet, auf Service setzt und sich nicht von jeder Preissenkungsaktion der Wettbewerber anstecken lässt, kann er sich – selbst auf kleiner Fläche – weiterhin am Markt behaupten. Allerdings nur, wenn ein Fachhändler sein Konzept konsequent verfolgt, seine Stammkunden pflegt und immer „am Ball“ bleibt. Das ist schwerer umzusetzen, als es sich anhört. Beispiele gibt es in der Branche trotzdem genug und werden in pet regelmäßig vorgestellt.
Schon seit Jahren ist zu beobachten, dass „Einzelkämpfer“ aufgeben müssen, weil sie meinen, im Preis mit Fressnapf und anderen Ketten mithalten zu müssen. Das Ergebnis: Sie verlieren nicht nur an Umsatz, sondern berauben sich auch selbst ihrer zum Überleben notwendigen Spannen, so dass sie schon bald nicht mehr in der Lage sind, die gleichzeitig höher werdenden Kosten aufzufangen. Die darauf folgende…
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