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Vor die Tür gesetzt

Der Fachmarkt Zoo-Aquarium im Rhein-Ruhr-Zentrum steht vor dem Aus. Weil das Centermanagement den auslaufenden Mietvertrag des traditionsreichen Geschäfts nicht verlängern will, muss Inhaber Ulrich Schmidt Ende März für immer die Pforten schließen.
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Wenn es ein Zoofachmarkt im Raum Duisburg-Essen-Mülheim geschafft hat, sich bei Kunden und in der Heimtierbranche selbst, einen Namen zu machen, dann spricht schon dies allein für die große Qualität dieses Marktes. Denn wer die Dichte, der in diesem Raum ansässigen Zoofach- sowie Bau- und Gartenmärkte kennt, der weiß auch, wie hart dort der Konkurrenzkampf tobt. Das Zoo-Aquarium von Inhaber Ulrich Schmidt im Einkaufscenter Rhein-Ruhr-Zentrum (RRZ) in Mülheim hat dieses Kunststück geschafft und sich in 30 Center-Jahren zu einer Top-Adresse im regionalen Zoofachhandel entwickelt. Doch nun soll Ende März alles vorbei sein, denn das Centermanagement hat den Mietvertrag des Traditionsmarktes nicht verlängert. Die Begründung des Centers: Das Unternehmen passe nicht mehr ins Konzept, man wolle stattdessen mehr junge Mode fördern. Gegenüber der Tageszeitung „WAZ“ erklärte Center-Manager Sascha Schönherr zudem: „Viele unserer Mieter haben deutlich gemacht, dass sie größere Flächen benötigen, um auch weiterhin erfolgreich zu sein. Große Flächen stehen jedoch nicht ausreichend zur Verfügung. Bereits vor zwei Jahren wurde daher klar, dass das Zoo-Aquarium zumindest nicht am heutigen Standort bleiben kann. Gespräche über alternative Flächen innerhalb und auch außer­halb des Centers haben leider nicht zum Erfolg geführt.“ Ein Schlag ins Gesicht Ein Schlag ins Gesicht für das Team des Zoo-Aquariums. „Das war wie eine Schockwelle für meine Familie und unsere Mitarbeiter, dass man so ein gutes und wirtschaftlich gesundes Geschäft nicht mehr will“, sagt Ulrich Schmidt. Wütend ist Schmidt auch über die Verhaltensweise des Zentrums: „Vor zwei Jahren sind wir von uns aus an die Geschäftsleitung herangetreten, um den Wunsch nach einer Vergrößerung des Geschäfts zu besprechen. Schnell hat man uns Räumlichkeiten von circa 1.200 bis 1.500 m² versprochen. Wir arbeiteten sorgfältig ein Konzept mit vielen besonderen Details aus. Man war angetan, wenn nicht begeistert von unseren Plänen. Niemand dachte da an die Beendigung des Mietvertrages. Wir sprachen vielmehr über eine flächendeckende Filialisierung innerhalb der ECE-Gruppe Deutschland“, so Schmidt. Deshalb nahm der Betrieb eine sechsstellige Summe auf und modernisierte das bestehende Geschäft. „Nun war alles umsonst. Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Neueinrichtung irgendwie veräußern.“ Ende einer Tradition Mit dem Aus des Zoo-Aquariums geht auch eine 111-jährige Familientradition zu Ende. So gründete Michael Schmidt, der…
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