Unterschiedliche Sensorik und Akzeptanz von Hundefutter wollen Wissenschaftler im Projekt PetFoodSense untersuchen.
Unterschiedliche Sensorik und Akzeptanz von Hundefutter wollen Wissenschaftler im Projekt PetFoodSense untersuchen.

Fraunhofer IVV

Sensorisch optimiertes Tierfutter

Das Fraunhofer IVV sucht Interessenten für den projektbegleitenden Ausschuss innerhalb des internationalen Forschungsprojekts PetFoodSense, um Sensorik und praxisnahe Leitlinien zur Entwicklung optimierter Hundenahrung zu entwickeln.

Innerhalb des internationalen Cornet-Forschungsprojekts PetFoodSense wollen Wissenschaftler zuverlässige Methoden zur Qualitätsbewertung und Akzeptanzsteigerung von Hundefutter entwickeln. Schließlich wächst der globale Tierfuttermarkt rasant, doch die sensorischen Erwartungen der Verbraucher variieren je nach Region erheblich. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entstehen so greifbare Vorteile: neue, wissenschaftlich fundierte Werkzeuge und praxisnahe Leitlinien zur Entwicklung marktreifer, sensorisch optimierter Produkte.

Weil europäische Tierhalter auf Natürlichkeit, angenehmen Geruch und Textur großen Wert legen, während Verbraucher in Südamerika möglicherweise andere emotionale oder funktionale Eigenschaften bevorzugen, zielt PetFoodSense darauf ab, die sensorischen Eigenschaften von Hundenahrung – Geruch, Textur, Aussehen – systematisch zu analysieren und zu optimieren.

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) koordiniert das Projekt in Deutschland zusammen mit dem Industrieverband für Lebensmitteltechnologie und Verpackung (IVLV) und Partnern aus Wissenschaft und Industrie in Brasilien. Das pet-Fachmagazin ist Mitglied im projektbegleitenden Ausschuss.

Prof. Jessica Freiherr,  Fraunhofer IVV
Prof. Jessica Freiherr, Gruppenleiterin sensorische und multisensorische Systeme am Fraunhofer IVV. (Quelle: Fraunhofer IVV )

Der Projektantrag wird im März eingereicht, die Laufzeit des Projekts erstreckt sich von September 2026 bis August 2028. Die mögliche Förderung beläuft sich auf 275.000 Euro für den deutschen Teil. Cornet steht für Collective Research Networking und ist ein internationales Förderprogramm für praxisnahe, grenzüberschreitende Forschungsprojekte von KMU.  

Der Fokus liegt nicht nur auf objektiv messbaren Qualitätsmerkmalen, sondern auch auf der Wahrnehmung durch die Haustiere und ihre Halter. Das Projekt soll belegen, dass bestimmte Futtermittel die Körpergerüche von Hunden und Katzen positiv beeinflussen können. Daher werden auch vergleichende Akzeptanzstudien mit Haustieren und Haltern in Deutschland und Brasilien durchgeführt und kulturelle Unterschiede in der sensorischen Wahrnehmung und im Verbraucherverhalten erforscht.

Teilnehmende Unternehmen profitieren von aktivem Einfluss auf die Projektgestaltung, der Möglichkeit, eigene Rohstoffe und Produktproben zu testen, und wertvollem Know-how über deren Eigenschaften sowie letztendlich praxisnahen Leitlinien, die bei der Entwicklung international wettbewerbsfähiger Tierfutterprodukte unterstützen. Das Networking entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördert neue Kooperationen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Rohstoff- oder Produktproben aus der Industrie sind willkommen. Interessenten kontaktieren Prof. Jessica Freiherr, jessica.

freiherr@ivv.fraunhofer.de.

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