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Plädoyer für mehr Kreativität

Um die Zukunftsperspektiven für die Heimtierbranche ging es beim ZZF-Forum der Heimtierbranche in Niedernhausen bei Wiesbaden. Die Veranstaltung machte deutlich, dass es trotz des zunehmenden Wettbewerbs für die Branche keinen Grund gibt, in Resignation zu verfallen.
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„Der Einzelhandel war noch nie dynamischer als derzeit“, stellte Michael Gerling im Eröffnungsvortrag fest. Dass der Geschäftsführer des EHI Retail Institute mit seiner Einschätzung richtig zu liegen scheint, bestätigten die folgenden Referenten: Robert Haller, Innovationsmanager bei Mars Petcare, und Alexander von Keyserlingk, Betreiber des so genannten Slowretail-Blogs, nannten gleich eine beachtliche Anzahl an Beispielen aus unterschiedlichen Branchen, um zu zeigen, dass auch im Internet-Zeitalter kleine Nischengeschäfte mit ausgefallenen Ideen und einem Top-Service im Windschatten der großen Handelsgruppen komfortabel leben können. Gerling hat auch eine Erklärung dafür: „Wir sind mitten drin in einem Prozess der Individualisierung.“ Und dieser Trend wiederum, so Haller, sei eine Triebfeder für Innovationen. Stationärer Handel nicht out Längst nicht alle dieser innovativen Nischengeschäfte, die sich international breit machen, sind Online-Shops. Hat ZZF-Präsident Norbert Holthenrich also Recht, als er in seiner Begrüßung deutlich machte, dass das „gute alte Zoofachgeschäft“ nicht tot sei? Die Großen investieren massiv, die Kleinen trumpfen dafür mit Kreativität auf, sieht Haller als branchenübergreifenden Trend. Gleich mehrere Redner vertraten die Meinung, dass sich online und offline künftig immer stärker miteinander verknüpfen: „Offline wird online, und online wird offline“, brachte es Haller auf den Nenner und nannte als Beispiele die führenden Internet-Unternehmen Google, E-Bay und Amazon, die allesamt schon stationäre Geschäfte führen oder zumindest darüber nachdenken. Viel Wissenswertes über den Ist-Zustand der Heimtierbranche vermittelte der Vortrag von Thomas Wiemers, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts IMR, der die Ergebnisse einer gemeinsam mit dem ZZF erarbeiteten Kundenbefragung vorstellte. Danach nennen 33 Prozent der befragten Tierhalter den Zoofachhandel als die am häufigsten genutzte Einkaufsstätte, 35 Prozent dagegen Supermärkte und Discounter. Auffallend dabei: Vor allem Hundehalter und Terrarianer kaufen bevorzugt im stationären Zoofachhandel ein. Um die Zahl seiner Kunden zu steigern, empfahl der Marktforscher dem Zoofachhandel Serviceleistungen, die regionalen Bezug haben, wie etwa Frisch-Futter-Abos. „Der Zoofachhandel muss einzigartiger für Kunden werden“, meinte er und nannte als Beispiele, um sich von anderen Vertriebskanälen abzugrenzen, spezielle Produkte im Sortiment, spezielles Know-how und Eigenmarken. „Vor allem…
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