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Die Terraristikbranche wehrt sich

Die Terraristikbranche hat’s derzeit nicht leicht. Vor allem der jüngste Antrag der SPD-Bundestagsfraktion gegen eine Wildtierhaltung hat für viel Unruhe gesorgt. Doch in der Branche formiert sich Widerstand.
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Die Marktsituation für die Terraristikbranche ist alles andere als rosig. Zoofachhändler, die vor Jahren in große und aufwändige Abteilungen investiert haben, geben offen zu, dass die Umsätze mit Tieren und Produkten für die Terraristik zu wünschen übrig lassen. Gleichzeitig üben Tieraktivisten und Tierschutzgruppen seit einigen Jahren europaweit starken Druck aus, um ein Ende von Tierbörsen und ein Wildfangverbot EU-weit durchzusetzen. Für weitere Aufregung hat kürzlich ein Antrag der SPD-Bundestagsfraktion gesorgt. Die Sozialdemokraten wollen, dass unter anderem die Einfuhr von Wildfängen und gefährlichen Arten verboten wird. Untersagt werden soll auch der Import von Tieren, die gefährliche Krankheitserreger in sich tragen. Darüber hinaus fordert die SPD ein generelles Verbot des Verkaufs von Wildtieren bei Tierbörsen. „Vorwände für ein Importverbot“ Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) hat den Antrag der SPD-Bundestagsfraktion in einer Pressemitteilung deutlich kritisiert. „Das Positionspapier nutzt diverse Vorwände, um ein Importverbot zu rechtfertigen, wie zum Beispiel eine hochstilisierte Infektionsgefahr durch Exoten. Fakt dagegen ist, dass nur bei unsachgemäßem Umgang mit Terrarientieren Infektionserreger übertragbar sind“, betont die DGHT. Der Verband kritisiert, dass „die einseitige Darstellung“ (der SPD-Bundestagsfraktion) völlig die positiven Aspekte der Exotenhaltung verkenne wie die erfolgreiche Durchführung von arterhaltenden Nachzuchtprogrammen in Menschenobhut und die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den Naturschutz. Laut DGHT sei auch das Problem der Fauna-Verfälschung durch ausgesetzte Tiere eine verschwindend geringe Gefahr. Sommer-Symposium Zur Versachlichung der Debatte ruft auch die Firma Import Export Peter Hoch auf. Das Unternehmen lädt die Branche am 22. und 23. Juni zu einem Sommer-Symposium an seinen Firmensitz nach Waldkirch ein, das unter einem brisanten Thema stehen soll: „Ist die Terraristik noch zu retten?“ Neben Kunden sollen auch Mitbewerber, Fachverbände, Politiker und Tieraktivisten eingeladen werden. Ziel ist es, so heißt es in der Einladung, „ein möglichst breites Meinungsbild zur Terraristik zu bekommen und die Positiv- und Negativaspekte sachlich zu diskutieren“. Politikern wolle man die Möglichkeit geben, sich vor Ort einen Eindruck von der modernen Terraristik und der Arbeitsweise eines Reptiliengroßhändlers zu machen und sich bei Fachleuten über die Biologie der…
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