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Eine Messe und viele Fragezeichen

Eine Firma begründet ihre Absage zur Interzoo 2014 damit, dass sie die Ausgaben dafür zugunsten der direkten Zielgruppenkommunikation einsetzen möchte
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Ein anderes Unternehmen, das nächstes Jahr in Nürnberg ebenfalls auf einen Stand verzichtet, will das eingesparte Budget lieber in neue Wachstumsfelder sowie in die bestehenden Kunden investieren. Mittlerweile sind es fünf wichtige Lieferanten des deutschen Zoofachhandels, die in Pressemitteilungen kundgetan haben, dass sie auf der Interzoo im kommenden Jahr nicht ausstellen wollen. Die eine oder andere Firma wird vielleicht noch dazukommen. Wenn Firmen auf der weltgrößten Heimtier-Fachmesse keine Präsenz zeigen wollen, stehen hinter dieser Entscheidung in der Regel Sparzwänge oder die Einsicht, den Kunden nichts Neues bieten zu können. Das ist nicht verwerflich, weil allgemein bekannt ist, dass der Wettbewerb in der Heimtierbranche immer mehr an Härte gewinnt. Und alle zwei Jahre mit Weltneuheiten auf den Markt zu kommen, wird bekanntlich auch immer schwieriger. Und trotzdem: Lieferanten, die den deutschen Markt bearbeiten und hierzulande Jahr für Jahr viel Umsatz erwirtschaften, sollten meiner Meinung nach auch eine Verantwortung für die gesamte deutsche Heimtierbranche wahrnehmen. Wenn wichtige Lieferanten des deutschen Fachhandels auf der Interzoo fehlen, steht zu befürchten, dass dann auch die Zahl der einheimischen Zoofachhändler zurückgeht. Das wiederum erzeugt Frust und Verärgerung bei anderen Ausstellern, die auf der Interzoo vergeblich auf den Besuch ihrer Kunden warten und nächstes Mal vielleicht dann auch nicht mehr ausstellen wollen. Ein Teufelskreis, der in Gang gesetzt wird und letztlich nicht unbedingt zur Stärkung der deutschen Heimtierbranche im internationalen Maßstab beitragen wird. Dem Erfolg der Interzoo dürfte das erst einmal keinen Abbruch tun. Bei den Anmeldungen für 2014 wird zurzeit gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum vor zwei Jahren noch ein deutliches Plus verzeichnet. Kein Wunder: Die Interzoo ist eine Weltleitmesse, die den Gesetzen des internationalen Marktes gehorcht und auf deutsche Befindlichkeiten keine allzu große Rücksicht nehmen kann. Und wenn deutsche Firmen auf der Messe nicht ausstellen, dann wird die Standfläche eben von amerikanischen, chinesischen oder lateinamerikanischen Ausstellern besetzt. Sollte das Fernbleiben wichtiger Firmen allerdings nicht die Ausnahme bleiben, sondern zur Regel werden, dürfte langfristig auch die Interzoo an Attraktivität verlieren. Im schlimmsten Fall könnte sie dann sogar ihren Status als Weltleitmesse verlieren. Wollen das die Firmen, für die die Interzoo angeblich uninteressant…
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