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Imageschaden

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Den Veranstaltern der Interzoo dürfte wohl ein Stein vom Herzen gefallen sein, als die (vorläufigen) Schlusszahlen der diesjährigen Fachmesse vorlagen. Wieder gab es ein Besucherplus, wieder unterstrich die Nürnberger Fachmesse mit weit über 1.700 Ausstellern, dass sie weltweit die Nummer 1 in der Heimtierbranche bleibt, und wieder fielen die meisten Kommentare der Aussteller freundlich bis begeistert aus. Was will man mehr? Der Erfolg der diesjährigen Interzoo musste allerdings schwer erkämpft werden. Einige Branchengrößen wie Mars Petcare, Nestlé Purina, Hill's und Spectrum Brands ("Tetra") hatten im Vorfeld schon bekannt gegeben, dass sie in diesem Jahr nicht, oder wie Royal Canin nur in kleinem Umfang, auf der Interzoo ausstellen wollen. Dass ihnen die Kosten für den gewohnt pompösen Messeauftritt zu hoch sind, gaben die wenigsten Firmen zu. Meist wurde das Fernbleiben von der weltgrößten Fachmesse mit der zurückgehenden Zahl der Fachhandelsbesucher oder anderen strategischen Gründen begründet. Außer Acht gelassen wurde allerdings, dass an keinem Ort der Welt mehr deutsche Fachhändler getroffen werden können als auf der Interzoo. Daran ändert auch nichts, dass in diesem Jahr die Zahl der deutschen Fachbesucher gegenüber 2012 etwas zurückgegangen ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich die fehlende Präsenz auf der Interzoo negativ auf den einen oder anderen Lieferanten auswirken wird. Einen Imageschaden dürfte das Fernbleiben von der weltgrößten Fachmesse vermutlich gerade bei den führenden Branchenplayern schon anrichten. Einige Manager aus den Reihen der betroffenen Firmen schlichen jedenfalls etwas zerknirscht durch die Messehallen und machten nicht den Eindruck, als ob sie mit der Entscheidung ihrer Geschäftsführung allzu glücklich waren. Einige Konzerne haben offenbar Probleme, sich auf einer Weltleitmesse angemessen zu präsentieren. Ihr Geschäft verläuft meist in nationalen Bahnen, so dass es zwischen den Ländergesellschaften beim Sortiment und bei der Strategie oft erhebliche Unterschiede gibt. Das erschwert einen einheitlichen Auftritt auf einer internationalen Messe. Verschiedene Meinungen gibt es innerhalb von Konzernen auch bei der Frage, wer den Auftritt auf der Weltleitmesse denn bezahlen soll: die deutsche Gesellschaft oder das Mutterhaus in Frankreich, Amerika oder sonst wo? Warum nicht eines der vielen Meetings, die in diesen Firmen stattfinden, mal dazu nutzen, für diese Probleme eine tragfähige Lösung zu finden? Denn auf der nächsten…
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