Megazoo in Wien
Auch die großen Ketten, im Bild der Megazoo in Wien, spüren den Konkurrenzkampf in Österreich.
pet plus

Handelsanalyse Österreich

Ein Stück vom Kuchen

Welche Handelskonzepte können sich das größere Stück vom Heimtiermarkt-Kuchen in Österreich abschneiden? Und welche Konzepte bleiben auf der Strecke? pet hat sich im Handel umgehört.
pet immer dabei – Lesen Sie, wo, wann und wie Sie wollen.
  • Print-Ausgabe direkt per Post
  • Ausgaben auch als E-Magazin
  • Immer verfügbar – auf PC und Mobil
  • Online-Archiv seit 1996
Abonnement Print & Online
Testangebot
Direkt weiterlesen
Der Heimtiermarkt in Österreich kann sich, betrachtet man die Gesamt-Umsatzentwicklung der letzten Jahre, auf eine goldene Zukunft freuen. Diese Prognose spiegelt sich auch in den Meinungen vieler Fachhändler wider. "Der Zoofachhandel boomt und wir rechnen trotz starken Mittbewerbern auch weiterhin mit steigenden Umsätzen", sagt Margot Barth, Geschäftsführerin des Fachgroß- und Einzelhandels A.W. Barth in Gaspoltshofen. Auch Gerd Winkler, Geschäftsführer der Zoofachhandlung Happy Pet in Feldkirch, bestätigt dies. "Die Situation ist zwar schwierig zu beurteilen, da es bei uns ein ständiges Auf und Ab ist, aber grundsätzlich können wir ein Plus in unserer Bilanz verbuchen." Auch die großen Fachhandelsketten zeigen sich mit ihren Umsätzen weitestgehend zufrieden, finden jedoch auch nachdenkliche Worte für die derzeitige Situation des Fachhandels in Österreich. "Der Zoofachhandel, im speziellen der Handel mit Tiernahrung, ist sehr stark umkämpft", sagt Norbert Marschallinger, Geschäftsführer von Fressnapf Österreich. "Mittlerweile bietet jedes Handelsunternehmen Tierfutter an. Neben dem Einzelhandel haben auch Baumärkte den Produktbereich in ihr Sortiment integriert." Auch das Potenzial des Onlinehandels dürfe nicht außer Acht gelassen werden, so Marschallinger. Darum sei man bei Fressnapf bemüht, mit einem breitgefächerten Sortiment zu punkten. Die Konkurrenz aus "fachfremden" Bereichen wie den Baumärkten fürchtet Norbert Steinwidder, Geschäftsführer von Futterhaus Österreich, dagegen nicht. Er deutet die Entwicklung in Österreich eher in die umgekehrte Richtung. "Wir sehen eine Entwicklung hin zu Fachberatung und weg vom Lebensmittel-, Drogerie- und Baumarkthandel. Qualität, große Auswahl und Fachwissen, sind die Kriterien, die zählen."  Er sieht für die Filialisten eher eine andere Schwierigkeit: "Die Großfläche wird sich aufgrund der exorbitanten Mietpreise weiter verringern. Da schaffen dann Multi-Channel-Konzepte neue Möglichkeiten."

Schutz durch Spezialisierung

Mit den hohen Mietpreisen haben natürlich auch, oder vor allem, die kleineren Händler in der Alpenrepublik zu kämpfen. In den Kommentaren fällt dann immer wieder ein Wort, das als Rettungsanker dienen soll: Spezialisierung. "Dieses Wort sehe ich als mein Kredo an", sagt Ralph Leitner, Geschäftsführer der Fachhandlung Dogsworld in Neufelden. "Da ich selber nur einen kleinen Fachhandel betreibe, habe ich alles außer Hund und Katze rausgeschmissen und mich ganz auf diese beiden Warengruppen…
Zur Startseite
Mehr zum Thema
Lesen Sie auch