Tierwelt in Kassel
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Tierwelt in Kassel

"Wir müssen Nischen finden"

Die Tierwelt in Kassel ist eines der letzten unabhängigen Zoofachgeschäfte in Kassel. Inhaber Frank Marzinkowski setzt ­vor allem auf eine starke Aquaristik-Abteilung und auf das ­Tier-Total-Konzept.
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"Von drüben" kam Frank Marzinkowski, Inhaber der Tierwelt Kassel, in die Zoofachhandelsszene der hessischen Stadt. "Ich bin seit 1993 in der Zoofachhandelsbranche tätig und bin über Umwege erst nach Baunatal und schließlich nach Kassel gekommen." Dort eröffnete Marzinkowski dann schließlich 2009 sein eigenes Zoofachhandelsgeschäft. Und das Glück war Marzinkowski dabei schon ganz am Anfang hold: "Mein damaliger Bankberater war ein Aquarianer. Von daher hatte er schon ein gewisses Grundverständnis für meinen Beruf." Seit diesen fast sieben Jahren hat sich das Fachgeschäft vor allem auch in der Aquaristik einen guten Namen gemacht. "Meine Mitarbeiter und ich sind auch alle Hobby-Aquarianer und bringen daher auch eine gewisse Begeisterung für das Segment mit, die wir natürlich auch den Kunden vermitteln wollen." Vielleicht ist auch diese Begeisterung der eigentliche Grund, warum die Aquaristik in der Tierwelt Kassel nicht bergab geht, sondern eigentlich stetig bergauf. "Allein von 2014 auf 2015 hatten wir einen Umsatzzuwachs in der Aquaristik von 10 Prozent", sagt Marzinkowski. Doch so sehr die Aquaristik auch das ausgegebene Lieblings-Segement von Marzinkowski ist, den Hauptumsatz macht er mit den Produkten für Hunde und Katzen. "Das sind bei uns Umsatzanteile von rund 50 Prozent."

Festhalten am Lebendtier

Ein Segment, das Marzinkowski weitaus mehr Sorgen bereitet, ist die Terraristik. "Wir haben natürlich noch ein paar Lebendtiere wie Spinnen und Bartagamen, aber das Interesse an diesem Segment ist deutlich zurückgegangen." Dennoch setzt Marzinkowski an seinem Standort auf ein umfangreiches Lebendtier-Sortiment, bestehend aus Nagern, Vögeln, Fischen und Terrarientieren. "Wenn der Zoofachhandel anfängt, keine Tiere mehr anzubieten, dann verliert er für den Kunden auch an Reiz", gibt der Tierwelt-Inhaber zu bedenken. Für den Abfall der Terraristik ist für ihn auch das Internet mitverantwortlich. Dort würden zumeist Zubehör-Artikel, aber inzwischen auch Lebendtiere, zu viel zu günstigen Preisen verkauft. "Da wollen wir allerdings nicht mitmachen. Ich schaue mir die Preise im Internet auch gar nicht an, weil ich da sowieso nicht wirklich mithalten kann, wenn ich noch Gewinn machen möchte. Und außerdem bin ich mir sicher, dass man Kunden sowieso nicht nur über den Preis, sondern vor allem auch über eine gute und zuverlässige Beratung bekommt." Dennoch ist das Internet für ihn nicht gänzlich ein rotes Tuch. So benutzen Marzinkowski und seine Mitarbeiter das Netz…
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