Zooevent
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Die Besucherresonanz im Heimtierbereich ließ an beiden Tagen zu wünschen übrig.
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Messe

Zooevent soll neu ­positioniert werden

Die als nationale Zoofachhandelsmesse ausgerufene Zooevent in Kassel war in diesem Jahr nur ein Schatten ihrer selbst. Nächstes Jahr soll aber eine Neuausrichtung kommen, versprechen die Veranstalter.
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Vertriebsmitarbeiter im Außendienst müssen hart im Nehmen sein. Sie müssen sich ständig neu motivieren, um auch schwere Rückschläge im Alltagsgeschäft gut wegstecken zu können, und sie brauchen in vielen Situationen eine Engelsgeduld.
Zum Beispiel auf der jüngsten Zooevent. Dort konnte es an manchen Ständen passieren, dass sich stundenlang kein einziger Kunde blicken ließ. Die Vertriebsmitarbeiter mancher Firmen saßen missmutig herum, und ihre Unzufriedenheit stieg von Stunde zu Stunde. 
Viele hatten schon im Vorfeld damit gerechnet, dass die Zooevent in diesem Jahr, einem Interzoo-Jahr, einen schweren Stand haben dürfte. Royal Canin, Mera, JBL, Hagen, Animonda, Bozita und Eheim - um nur einige zu nennen - waren nicht zu bewegen gewesen, in Kassel auszustellen. Nachteilig dürfte sich auch noch ausgewirkt haben, dass die Zooevent in diesem Jahr terminlich mit der renommierten internationalen Fachhandelsmesse CIPS in China zusammenfiel. Und schönes Wetter war in Deutschland am Messewochenende auch noch. 
Die meisten Aussteller, die sich für die Zooevent entschieden haben, reduzierten obendrein ihre Ausstellungsfläche, so dass in den beiden Doppelhallen 1+2 bzw. 12+13 große Lücken entstanden, die von den Veranstaltern nur notdürftig gefüllt wurden. Das hatte zur Folge, dass manche Aussteller im Asphalt-Nirwana stehen mussten. In Halle 12+13 wurde sogar noch eine weiße Mauer eingezogen, um die Ausstellungsfläche von der nicht vermieteten Freifläche zu trennen. 

Viel Spott auf Facebook

Entsprechend spöttisch fielen einige Kommentare von Ausstellern und Fachbesuchern auf Facebook aus. "Du kannst jetzt vor Deinem Stand Dein Auto parken, die (Veranstalter) müssen nur noch die weißen Streifen auf den Boden malen. Platz ist genug." Ein anderer Industrievertreter meinte: "Was nützt einem, (auf der Zooevent) Präsenz zu zeigen, wenn niemand da ist, der es zur Kenntnis nimmt?"
Fairerweise darf nicht unerwähnt bleiben, dass trotz geringer Besucherresonanz keineswegs alle Aussteller unzufrieden waren. "Die Messe war für uns trotz der niedrigen Besucherfrequenz lohnend und sinnvoll", meinte der Geschäftsführer eines bekannten Tiernahrungsherstellers. Der Vertriebsleiter eines anderen namhaften Unternehmens schlug da hinter vorgehaltener Hand schon andere Töne an: "Wir wollen ursprünglich einen halb so großen Stand buchen, haben uns dann aber kurzfristig dafür entschieden, nur ein Drittel der bisherigen Fläche zu nehmen. Das war noch viel zu viel."
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