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Eine große Anzahl an Menschen sind von Echsen, Schildkröten und anderen Terrarienbewohnern fasziniert. Foto: YamaBSM, Pixabay
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Veränderungen auf dem Reptilienmarkt

Immer weniger Reptilien werden nach Deutschland importiert. Dafür werden seit einigen Jahren mehr Reptilien von Deutschland in andere EU-Länder exportiert. Dies geht aus einer Kurzstellungnahme des BNA zur im März erschienenen F&E-Studie hervor.
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Welchen Einfluss hat der Heimtiermarkt für so genannte Exoten auf deren Rückgang in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet? Welche Maßnahmen wären ggf. geeignet und sinnvoll, eine Reduzierung der Nachfrage herbeizuführen? Dies waren die beiden zentralen Fragen, mit denen sich der im März dieses Jahres veröffentlichte Abschlussbericht zu dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (F&E) "Strategien zur Reduktion der Nachfrage nach als Heimtieren gehaltenen Reptilien, Amphibien und kleinen Säugetieren" beschäftigt hat. Die Untersuchung wurde von Pro Wildlife im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) durchgeführt. Ziel war es, Handlungsoptionen für die relevanten Akteure in Politik und Behörden, im Handel sowie bei den Halterverbänden aufzuzeigen.

Weiterführende Daten

Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) hat dazu kürzlich eine Kurzstellungnahme veröffentlicht. In dieser präsentiert der Verband auf der Basis eigener Recherchen weiterführende Daten, die über den Datensatz des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens hinausgehen und somit, wie der BNA betont, "zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten der dort aufgeführten Ergebnisse zulassen".
Wie die Autorinnen der F&E-Studie hat der Verband ebenfalls die CITES-Handelsdatenbank und Statistiken des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ausgewertet. Diese Zahlen geben Auskunft über den Import von lebenden Reptilien, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen in den Anhängen I, II oder III geschützt sind. Die Daten belegen, dass während des Untersuchungszeitraums von 2008 bis 2018 jährlich zwischen 60.000 und 90.000 Individuen nach Deutschland importiert wurden.
Der BNA betont allerdings, dass die Importzahlen sich hierbei in Abhängigkeit des Schutzstatus veränderten. Von Reptilien, die in Anhang I von CITES aufgeführt sind, wurden jährlich weniger als 60 Individuen nach Deutschland eingeführt. Davon waren mindestens 80 Prozent als Nachzuchten deklariert. Für lebende Reptilien in Anhang II hatte sich die Einfuhr zwischen 2008 und 2018 um fast 60 Prozent reduziert, während gleichzeitig der Anteil an Nachzuchten von 42 auf 68 Prozent ange­stiegen ist.
Zugenommen hingegen hatten allerdings die Importe von lebenden Reptilien, die in Anhang III des Washingtoner Artenschutzübereinkommens aufgeführt sind. Nach Recherchen des BNA sind hier vor allem Schildkröten aus den Gattungen Graptemys und Mauremys…
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