Die Terraristik bleibt zwar eine  Nische, hat sich aber in Corona-Zeiten sehr positiv entwickelt.  Viele Zoofachhändler haben das nur noch nicht erkannt.
Die Terraristik bleibt zwar eine  Nische, hat sich aber in Corona-Zeiten sehr positiv entwickelt.  Viele Zoofachhändler haben das nur noch nicht erkannt.
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Analyse

Steigende Nachfrage eröffnet Chancen

100.000 mehr Terrarien gab es 2020 in deutschen Haushalten im Vergleich zum Vorjahr, melden IVH und ZZF. An vielen Zoofachhändlern, die diese Warengruppe schon seit Jahren nicht mehr führen, ging diese Wachstumsentwicklung vorbei.
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Den Aqua-Zoo-Shop in Wiesloch ist vielen Terraristikfreunden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bestens bekannt. Das Fachgeschäft führt eine große Auswahl an Terrarientieren, von Landschildkröten und Leopardgeckos bis zu Jemen-Chamäleons und Kornnattern. Bei allen Tieren handelt es sich um Nachzuchten, die aus Privathand, vor allem von Züchtern, stammen. Davon, dass die meisten Zoofachgeschäfte im Umland schon vor Jahren aus der Terraristik ausgestiegen sind, profitiert der Aqua-Zoo-Shop. Vor allem während der Pandemie, als die Umsätze in der Terraristik bei dem Wieslocher Fachgeschäft kräftig gestiegen sind.

Ähnlich erging es dem Zoofachmarkt Gräber im bayerischen Altötting. Wegen seines umfassenden Angebots an Terrarientieren sind in den vergangenen Monaten viele Tierliebhaber selbst von weit her ins Geschäft gekommen: aus München, aus Stuttgart, aus Südtirol und kürzlich sogar aus Bonn. Meist werden sie auf das Zoofachgeschäft durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder durch die firmeneigene Internetseite aufmerksam.

Zweistelliges Wachstum

Auch die Industrie ist mit der Entwicklung der Terraristik hochzufrieden. Ob Sera, Hagen, JBL, Import Export Hoch oder Dohse Aquaristik: Alle schwärmen von einem deutlichen, meist zweistelligen Umsatzwachstum in Corona-Zeiten. „Eingesetzt hat diese positive Entwicklung kurz nach dem ersten Lockdown. Seitdem setzt sich dieser Trend kontinuierlich fort“, betont Edmund Kuppert, Category Manager Aquaristik und Terraristik bei Hagen Deutschland. Heiko Blessin, Marketingleiter bei JBL, weist ebenfalls auf ein zweistelliges Wachstum des Unternehmens in der Terraristik hin. „Besonders gefragt sind Bodengründe wie ‚Terra Basis‘ und ‚Terra Bark‘ sowie Futter wie ‚Gammarus‘, ‚Agil‘ und ‚Energil‘.“ Auch bei Sera und Dohse Aquaristik gab es während der Pandemie in der Terraristik ein deutliches Umsatzplus. Jürgen Hoch, Geschäftsführer von Import Export Peter Hoch, stellt für sein Unternehmen fest, dass die Nachfrage nach der Terraristik in Deutschland zwar gestiegen sei, aber längst nicht so stark wie in anderen Ländern, allen voran die USA, wo die sowieso schon hohe Nachfrage geradezu explodiert sei. Die Chance für einen überragenden Terraristik-Boom sei auch in Deutschland vorhanden gewesen, so Hoch. „Die Börsen haben nicht…

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